Wenig Geld - trotzdem Urkost möglich?

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Re: Wenig Geld - trotzdem Urkost möglich?

von Klara am Donnerstag 29. Juli 2010, 12:20

Liebste Mary,

plädierst Du folglich für einen gesetzlich definierten Mindestlohn?

Freundliche Grüße

Klara
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Klara
 
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Re: Wenig Geld - trotzdem Urkost möglich?

von Titania am Donnerstag 29. Juli 2010, 13:45

Amelia hat geschrieben:Es wird immer Arno Dübels geben in dieser Welt. Aber statt solche Menschen mit Kürzungen zu bestrafen, können und sollten wir sie einfach mit durchziehen, so wie es ja auch praktiziert wird. Ich weiß aus Erfahrung, dass Arno Dübels meist gar nicht mehr arbeitsFÄHIG sind. Ihnen deshalb ArbeitsUNWILLIGKEIT zu unterstellen und Geldkürzungen zuzumuten, finde ich schlichtweg falsch und ungerechtfertigt.

Kümmern wir uns lieber um die Menschen, die tatsächlich einfach nur ihre Motivation verloren haben, ihre Zeit, zumindest zum Teil, mit Arbeit zu verbringen.


Ich kannte diesen Arno Dübel vorher gar nicht und habe gerade mal ein bisschen im Internet recherchiert. Irgendwie ist er ja ganz amüsant ... ;) und ich denke, es macht ihm einen Heidenspaß, die Leute zu provozieren ...

Ich stimme mit dir darin überein, dass solche Leute wahrscheinlich wirklich nicht mehr arbeitsfähig sind. Wenn man ihnen das Geld kürzt, werden sie im besten Fall Bettler (oder veröffentlichen alberne Lieder :lol: ), oder aber - im schlechtesten Fall - kriminell. Und das wollen wir ja nun auch wieder nicht. Ich habe jetzt keine Belege zur Hand, meine aber, gelesen zu haben, dass, je weiter die Schere zwischen ARM und REICH auseinander klafft und der Anteil der Armen in der Bevölkerung dadurch zwangsläufig zunimmt, umso mehr steigt die Kriminalitätsrate.

Ich habe 6 Jahre in Brasilien gelebt, einem Land, in dem es eine SEHR REICHE kleine Oberschicht gibt und eine RIESIGE MASSE Armer. Entsprechend war die Kriminalitätsrate. Die Häuser waren alle von einer hohen Mauer oder einem hohen Zaun umgeben, oft mit einer Alarmanlage gesichert (sowie von mindestens zwei großen Wachhunden); es gab auf den Straßen Wächter, die von den Anwohnern bezahlt wurden (die ihren Job manchmal mit dem Leben bezahlen mussten!); es gab auch abgesperrte große Wohnanlagen, die ebenfalls bewacht waren; viele Autos hatten abgedunkelte Scheiben und das erste, was man machte, wenn man sich ins Auto setzte, war, es von innen zu verriegeln; usw. usw. Ehrlich gesagt, auf solche Zustände bin ich in Deutschland nicht erpicht!!

Andererseits ärgert es mich natürlich auch, wenn manche (arbeitsscheue) Leute auf Kosten anderer leben. Es darf einfach nicht sein, dass jemand, der arbeitslos ist, MEHR Geld bekommt als jemand, der hart arbeitet. Oder genauso viel! Zu letzterem fällt mir spontan ein Beispiel ein: Ich hatte vor Jahren eine Freundin, die sogenannte "Orchideenfächer" studiert hatte, also Fächer, für die es kaum Berufe gibt. Sie bekam dann vom Arbeitsamt eine befristete ABM-Stelle, die gut bezahlt wurde. Danach war sie arbeitslos und bekam Arbeitslosengeld, welches nach ihrem ABM-Gehalt berechnet wurde. Sie fand dann einen Job als Reiseleiterin für Studienfahrten. Diesen übte sie aber nur zusammen gerechnet 6 Monate im Jahr aus, vorwiegend in den Sommermonaten. Im Winter und in den Wochen zwischen ihren Reisen meldete sie sich beim Arbeitsamt und bekam wieder Arbeitslosengeld. Insgesamt bekam sie letztendlich netto das gleiche Geld wie ich, die das ganze Jahr über arbeitete. Das hat mich wirklich maßlos geärgert. Sie war sogar in der Lage, locker über 20.000 DM für einen Neuwagen BAR hinzublättern!!! Da habe ich nur gedacht: Irgendetwas stimmt hier in unserem Sozialstaat nicht . Am meisten geärgert hat mich gar nicht mal so sehr, dass sie (in meinen Augen) dem Staat (und damit dem Steuerzahler) auf der Tasche lag, sondern die Tatsache, dass ihr das sehr wohl bewusst war, sie dies aber überhaupt nicht störte (eine ähnliche Haltung, wie Arno Dübel sie an den Tag legt). Ich habe daraufhin die Freundschaft beendet bzw. "auslaufen lassen".

Es ist leider so, dass solche Leute - und jeder wird derartige Schmarotzer kennen - das Bild der Arbeitslosen in der Öffentlichkeit verzerren. Die große Mehrheit, da bin ich mir sicher, WILL arbeiten und ist unglücklich über die Phase der Arbeitslosigkeit, die sich ja sehr lange hinziehen kann. Mein Schwager war ein paar Monate arbeitslos und keineswegs glücklich dabei. Er hat jetzt wieder einen Job, auch wenn das bedeutet, dass er größere Touren als Handelsvertreter machen muss (mit Übernachtungen) als vorher (er hat Familie mit 2 kleinen Kindern).

Liebe Grüße
Titania
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Re: Wenig Geld - trotzdem Urkost möglich?

von Amelia am Donnerstag 29. Juli 2010, 14:21

Klara hat geschrieben:Ich vertrete die Meinung, die Toleranz gegenüber asozialem, parasitären Haltungen kann und soll kein kulturelles Ideal sein/werden! Eine solche Duldsamkeit lädt ja geradezu das schamlose Schmarotzertum ein!


Wer definitiv nicht arbeitsfähig ist, weil er einen 8-Stunden-Tag physisch und psychisch gar nicht überstehen könnte, den kann man nicht als Schmarotzer bezeichnen.

Leider - und in dem Punkt sind wir uns wohl einig - gibts von der Sorte offensichtlich immer mehr Menschen. Du glaubst gar nicht, welch simple Schlüsselqualifikationen vielen schon fehlen, wenn sie gerade frisch die Schule verlassen haben (danach dann sowieso).

Arno Dübel ist ein Mensch, der aus der Not eine Tugend gemacht hat. So, wie ich ihn einschätze, übersteht er keine Woche auf dem realen Arbeitsmarkt. Kann mich auch täuschen, aber ich hab diesbezüglich eine ganz gute Nase, da ich beruflich jahrelang mit solchen Menschen zu tun hatte.
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Re: Wenig Geld - trotzdem Urkost möglich?

von Mary Brickenkamp am Donnerstag 29. Juli 2010, 21:01

Liebe Klara,,

Klara hat geschrieben:Liebste Mary,

na, da bin ich ja froh, dass wir wieder eine Basis gefunden haben, um uns konstruktiv mit dem Thema auseinandersetzen zu können. :D

plädierst Du folglich für einen gesetzlich definierten Mindestlohn?

So einfach diese Lösung auch erscheinen mag: Sie löst das Problem leider nicht.

Im Zuge der hiesigen Diskussion habe ich vorhin mit meinem Mann darüber gesprochen. Er meinte:

"Die Krux sind die Lohn-Nebenkosten. Gehen wir mal von einem fiktiven Stundenlohn eines Arbeiters von zwölf Euro aus. Davon bekommt der Mann selber nach den Abzügen aus Lohnsteuern und Sozialvers. gerade mal acht Euro ausgezahlt. Der Arbeitgeber bezahlt jedoch auch die etwa drei Euro SV direkt noch auf den Stundenlohn. Das heißt also der AG zahlt dem AN in dieser Rechnerei genau genommen insgesamt 15 Euro/Std.. Schlagen wiir noch einnmal 15 Euro für Berufsgenossensch., Arbeitssicherheit, Feiertage, Krankheit, Jahresurlaub, Sonderurlaube für Heirat oder Gebort eines Kindes darauf, sind wir schon bei 30 Euro. Darauf kommen dann noch 12 Euro Kosten, wie Maschinen, Bürokosten, Kosten, wenn fehlerhaft gearbeitet wird, etc.. Dann sind wir nach Adam Riese bei 42 Euro. Verkauft die Firma die Arbeit dieses Arbeiters dann für 50 Euro die Stunde incl. z. Zt. 19 % MwSt. an ihre Kunden, bleiben nicht viele Euro für Wagnis und Gewinn. Das ist ganz vereinfacht dargestellt die Lohnschieflage: Der Arbeiter bekommt in diesem Beispiel letztlich nur 8 Euro ausgezahlt, muss jedoch für 50 Euro die Leistung eines fachfremden Arbeiters "einkaufen". 42 Euro die Stunde versickern also."

Aus dieser - ganz groben - Rechnung wird klar ersichtlich, dass dieses Sozialsystem, welches zu einem auch nicht unerheblichen Teil auf dem Faktor Arbeit fußt, in die Schieflage geraten muss, wenn immer weniger Menschen arbeiten können/dürfen/wollen - wie auch immer. :)

So, mit diesem "sozialwirtschaftlichen Kurs" verabschiede ich mich für heute von Dir, liebe Klara und allen anderen interessierten Lesern. :) Morgen komme ich dann wieder.

Gutes Nächtle,
Eure Mary
Liebe Grüße,
Mary


Wohl dem, der sich traut, selber zu denken und eigenverantwortlich zu handeln!
Mary Brickenkamp
 
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Re: Wenig Geld - trotzdem Urkost möglich?

von AndreaB am Freitag 30. Juli 2010, 12:36

Amelia hat geschrieben:
Klara hat geschrieben:Ich vertrete die Meinung, die Toleranz gegenüber asozialem, parasitären Haltungen kann und soll kein kulturelles Ideal sein/werden! Eine solche Duldsamkeit lädt ja geradezu das schamlose Schmarotzertum ein!


Wer definitiv nicht arbeitsfähig ist, weil er einen 8-Stunden-Tag physisch und psychisch gar nicht überstehen könnte, den kann man nicht als Schmarotzer bezeichnen.


Doch!! Nämlich dann, wenn Leute alles tun, um als "arbeitsunfähig" eingestuft zu werden! :evil:

Mensch Leute, wir wissen doch alle, dass die Deutschen gerne jammern! Noch dazu auf verdammt hohem Niveau. Ich kenne keinen ALGI oder II Bezieher, der in irgendeiner Weise DANKBAR dafür ist, dass er Geld fürs Nixtun bekommt! Stattdessen wird gezetert und gemeckert, dass die Balken krachen. Bestes Beispiel: Jeder Hartz 4-ler darf über einen Nebenjob Geld dazu verdienen. 100 Euro sind anrechnungsfrei, dazu kommen weitere 20%. Alles darüber wird angerechnet. Finde ich völlig ok. Denn wenn man mehr verdient, dann hat man ja anscheinend einen guten Job gefunden und man kann auch arbeiten. Aber dann doch lieber NICHT arbeiten, sonst kriegt man ja weniger Hartz4 :evil: :evil: :evil:
Nee, wir bräuchten für diese Leute eine extra Gelddruckmaschine. So kommt es mir jedenfalls vor.
Zu Risiken und Nebenwirkungen schalten Sie Ihr Hirn ein und fragen Sie die Natur!
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Re: Wenig Geld - trotzdem Urkost möglich?

von Klara am Samstag 31. Juli 2010, 10:21

Hallo!

Die Krux sind die Lohn-Nebenkosten.


Ja, das ist aller Orten zu vernehmen... Ein Mensch mit einem monatlichen Durchschnittsgehalt von 1 800€ zahlt laut eines Berichtes angeblich 193€ Lohnsteuer und 360€ Lohnnebenkosten. Zusätzlich kommt mit 5,5% natürlich noch der total ungerechtfertigte Solidaritätszuschlag hinzu, der eigentlich schon vor Jahren abgeschafft werden sollte... Von der Kirchensteuer kann man sich ja glücklicherweise autonom freisprechen...

Also, die in die Krankenkassen fließenden Lohnnebenkosten könnte man stark vermindern, indem die deutsche Justiz:

- das Rauchen unter Strafe stellt
- Alkoholkonsum unter Strafe stellt
- die Produktion und den Verkehr tierischer Produkte bundesweit untersagt
- die ärztlichen Praxen und Ambulanzen rationalisierend nahezu ausschließlich auf Unfallmedizin und -chirurgie ausrichtet
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Re: Wenig Geld - trotzdem Urkost möglich?

von Klara am Samstag 31. Juli 2010, 10:22

Amelia hat geschrieben:Wer definitiv nicht arbeitsfähig ist, weil er einen 8-Stunden-Tag physisch und psychisch gar nicht überstehen könnte, den kann man nicht als Schmarotzer bezeichnen.


Ich habe mich auch nicht auf physisch oder psychisch Invalide beziehen wollen, sondern explizit auf arbeitsfähige Arbeitslose. Es ist allerdings unabdingbar, dass der Krankheitswert eines Invaliden amtsärztlich beurteilt wird, um eben Parasitismus auszuschließen.
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Re: Wenig Geld - trotzdem Urkost möglich?

von Klara am Samstag 31. Juli 2010, 10:52

AndreaB hat geschrieben:Aber dann doch lieber NICHT arbeiten, sonst kriegt man ja weniger Hartz4 :evil: :evil: :evil:
Nee, wir bräuchten für diese Leute eine extra Gelddruckmaschine. So kommt es mir jedenfalls vor.


Das kann man ganz präzise kontrollieren, wie viel Milliarden Euro an Steuergeldern pro Jahr in die Arbeitslosigkeit fließen:

Vier Millionen Arbeitslose erhalten monatlich ca. 359€ + 280€ = 639€... 639*12*4 000 000 = 30 672 000 000€ im Jahr. Zum Vergleich: Das Militär verschlingt jährlich ca. 50 000 000 000€, Pensionen und Unkündbarkeitsprivilegien bürokratischer Beamter werden mit etwa 20 000 000 000€ im Jahr finanziert. Die Unterhaltung von 16 Bundesländern fordert jährlich ca. 37 500 000 000€ Steuergelder (deren Politik und Bürokratie usw.)...

Ich finde es ausgesprochen bedauerlich, dass im Jahre 2005 nicht das zuerst von Angela Merkel versprochene Kirchhof-Steuermodell durchgesetzt wurde. Dies hätte zu einer erheblichen Steuererleichterung geführt und damit die Armut innerhalb der Gesellschaft um ein Vielfaches dezimiert. Gleichzeitig wären infolge dessen Wirtschaftsexpansionen entstanden und Arbeitslosenzahlen gesenkt worden... Nicht zuletzt hätte die Realisierung dieses neuen Steuer-Modells zu einer extremen Vereinfachung und Transparenz des Steuerrechts geführt und zugleich zu einer gerechten, weil vor dem Gesetz gleichen und einheitlichen Besteuerung. Grundlage der Durchführung dieses neuen Steuersystems wären die Streichung überflüssiger Subventionen gewesen und die Aufkündigung irrationaler staatlicher Finanzierungen...
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Re: Wenig Geld - trotzdem Urkost möglich?

von Tautröpfchen am Montag 5. März 2012, 18:20

Hallo,

bin zwar nur ein "Möchte-Gern-Rohköstler", aber so ein bißchen was hat mich mein Erfahrungsweg doch gelehrt, das möcht ich gern mit Euch teilen.....

Hatte aber keine Zeit, alle Beiträge durchzulesen - falls es eine Wiederholung ist: sorry!

Die Kosten haben mich auch immer wieder geschockt, deshalb hab ich nach Alternativen gesucht.....

Habe einen Versand gefunden, der Bio-Samen verkauft - ist zwar im ersten Schritt teurer wie normaler Samen, aber man kann mit etwas Geduld für wenig Geld selber ganz viel, auch auf der Fensterbank ansäen.... Sämtliche Kräuter, aber auch Paprika, Tomaten, Ananas (stellt Euch vor, wir haben einmal eine Mini-Ananas geerntet!), Physalis klappen prima - außer, grummel, irgendein Schädling schleicht sich ein.... Auf dem Bakon haben wir schon Äpfel, Pfirsiche etc. geerntet..... darüber haben wir uns sehr gefreut :D ....

Das ziehen von Sprossen klappt auch gut, aber bei mir nur in kleinen Mengen - z.B. orange Linsen bzw. Dinkelkeime...
Bei uns gibt es viele Buchen, im Herbst kann ich kostenlos sehr viele Buchecken sammeln, die sind echt fein... Und von unserer kleinen Buche auf dem Balkon nasche ich ab und an die ersten grünen Blätter....

Euch eine prima Rohkostzeit!

Tautröpfchen
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Re: Wenig Geld - trotzdem Urkost möglich?

von Sine am Dienstag 6. März 2012, 09:18

Hallo Tautröpfchen,
das ist ja eine schöne Erfahrung mit dem Selberanbau. Ich bin auch ein "regionaler Rohköstler" mit Ausnahme von einigen Biofrüchten aus dem Supermarkt. Ansonsten verlege ich mich auf´s Sammeln wenn die Zeit wieder losgeht.
Schön dass Du da wohlgemut drangehst und aktiv bist.
Viel Erfolg und Freude beim Anbauen und Ziehen ..... wünscht Sabine
Liebe Grüsse von Sabine

Geist schafft Materie
http://www.kanadische-weisse-schaeferhunde.de
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Re: Wenig Geld - trotzdem Urkost möglich?

von Gierschplantage am Montag 5. August 2013, 17:52

Mir ist es gleich was Hartz IV Empfänger machen oder nicht machen. Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden.
Und es steht auch niemandem zu jemand anderem zu sagen was er zu tun hat oder nicht zu tun hat.
Im übrigen finde ich es auch nicht in Ordnung das hier solche menschenverachtenden
Ergüsse stehen gelassen werden. Wer wirklich ehrlich ist, der erkennt das es nicht Arbeitslose sind
die dem Staat auf der Tasche liegen, sondern vor allem Banker, Manager und die Herrschaften die seit 1975 fleißig
darum bemüht sind die gesamte produktive Industrie Europas nach China oder sonst wohin auszulagern
und auch noch ordentlich Abfindungen kassieren wenn sie ein Unternehmen kaputt gemacht und
tausende Leute auf die Straße gesetzt haben.
Und mit ihrer Politik dafür sorgen wollen, das Arbeitnehmer gegen Arbeitslose ausgespielt werden, damit
das ganze Spiel nicht durchschaut wird. Das was an Arbeitslose bezahlt wird ist Peanuts im Gegensatz
zur Sozialhilfe die die reichen Herrschaften vom Staat bekommen obwohl sie gar nicht darauf angewiesen
sind. Aber das ist ein anderes Thema.

Aber mich würde die Frage auch interessieren: Kann man sich für 200 Euro im Monat als alleinstehender
Arbeitsloser von Urkost ernähren ? Um diese Jahreszeit ist es sicher kein Problem aber wie sieht es im
Winter aus ? Ich denke da könnte dieser Personenkreis nur Weißkohl, Karotten, Gurken Äpfel, Nüsse usw.
zu sich nehmen und sich davon ernähren.

Viele Grüße

Gierschplantage
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Re: Wenig Geld - trotzdem Urkost möglich?

von Görli am Donnerstag 27. Februar 2014, 21:15

Gierschplantage Du hast recht! Ich bin total erschrocken, was hier so alles steht?! :o

Wenn wir jetzt darüber jammern wollen, dass Hartz IV Empfänger doch allesamt das gleiche Pack Schmarotzer sind, dann müssten wir das ausweiten auf alle, die auch nicht in Vollzeit arbeiten. Woher kommen denn die ganze Teil-/Nebenarbeitstätigkeiten?! Tja, zu einem großen Teil durch die Frauen, die nicht auf Vollzeit arbeiten gehen. Hartz IV Empfänger leiden doch nur aufgrund eines Systems, das mal zu anderen Zwecken eingeführt wurde. Frauen sollten trotz Familienarbeit sich ein wenig Geld nebenher verdienen dürfen. Und ja, Hartzer verdienen dadurch nur Pennies, weniger als ihnen durch den Hartz IV zusteht. Solche Jobs, wo man nur sehr gering verdient, sollten alle abgeschafft werden. Dann würden sich die Hartzer auch besser um richtige Jobs kümmern können, wo sie entsprechend der Leistung verdienen ... blabla. Was ich damit sagen wollte - wir können auch gleich ganz viele Menschentypen verurteilen - die Mütter, die Alten, die Kinder, Azubis, Studenten - sie alle sind/wären arbeitsfähig, sind aber nicht arbeitstätig. Mit solchen Diskussionen kommen wir aber nicht weit, deswegen irritiert es mich doch sehr, dass hier über Menschen hergezogen wird, deren Lebenshintergründe wir nicht kennen und gerade in Anbetracht der Missstände, die auf dem Arbeitsmarkt herrschen. Das ist hier doch nur eine Rekapitulation von Vorurteilen, leider...
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Re: Wenig Geld - trotzdem Urkost möglich?

von Brigitte Rondholz am Samstag 1. März 2014, 10:45

Görli hat geschrieben:Gierschplantage Du hast recht! Ich bin total erschrocken, was hier so alles steht?! :o



Was genau meint Ihr denn? Zitiert mal, ich kann im Moment aus Zeitgründen nicht alles durchchecken.
Beste Grüße - Deine Brigitte
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