Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

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Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Morena am Sonntag 28. März 2010, 16:17

Hallo alle zusammen!
Kritik hätte ich nicht vorzutragen, aber ich finde, dass die Urmethodik Schattenseiten hat.
Ich führe eine Liste über alle Vorteile der Urmethodik und bin jetzt bei 116 ungefähr. Nachteile habe ich bis jetzt 6 gefunden, die für den einen oder anderen recht gravierend sein können.
1. um nicht von anderen isoliert zu werden
2. um nicht angefeindet zu werden
3. um nicht diskriminiert zu werden
4. um nicht bei vollem Bewusstsein mitzubekommen, wie sich ein geliebter Mensch selber zugrunde richtet
5. um nicht durch bitterbösen Neid Schaden zu erleiden
6. um nicht vielleicht sein Kind von unwissenden Personen weggenommen zu bekommen

Aber nach Adam Riese bleiben immer noch (116 minus 6) 110 Vorteile übrig. :lol:

Isolierung ist vielleicht eher am Anfang ein Problem. Um den Anfang zu schaffen, werden Veranstaltungen, Personen und Orte gemieden, um nicht wieder in Versuchung zu kommen, Schlechtkost zu essen. Mit der Zeit lernt man aber Gleichgesinnte kennen oder gut mit sich selber allein sein zu können.
Anfeindung finde ich sehr schlimm. Das setzt auch eine starke Persönlichkeit voraus, um da nicht unter die Räder zu kommen. Aber angefeindet werden, kann man auch durch andere Sachen. Und die Urmethodik gibt nach längerer Praktizierung irgendwann die nötige Kraft.
Diskriminierung finde ich auch sehr schlimm. Aber da denke ich an die vielen Ausländer und auch Behinderten in Deutschland, die unter Dauerbeschuss stehen, für etwas das sie sind und nicht was sie getan haben. Man kann rein theoretisch wegen allem diskriminiert werden, z.B. weil man einen blauen Pullover trägt oder so. Wenn jemand durch Erniedrigung sein inneres Gleichgewicht herstellen muss, dann wird er einen Grund finden, um diskriminieren zu können. Aber was ist es, dass so viele Menschen in Deutschland (und bestimmt auch anderswo) so unausgeglichen sind. Ich denke, die Antwort kennen wir.
Diagnosen kommen für viele überraschend. Aber für uns Urköstler ist es so, wenn wir sehen, wenn ein geliebter Mensch mit sich selber sehr schlecht umgeht (Drogen, kein Sport, Schlechtkost etc.), dann tut das weh, weil wir wissen, welche Folgen dieses Tun irgendwann hat.
Neid ist ein zweischneidiges Schwert. Es kann offen und ehrliche Anerkennung sein und zu Höchstleistungen anstacheln. Aber oft sind es negativen Energien, die da rüberschwappen, gegen die man sich gut wappnen kann - eben mit Urmethodik.
Kinder sind unser Heiligstes. Viele Eltern füttern ihre Kinder krank oder sogar zu Tode und dürfen sie dennoch behalten und bekommen dann das Mitgefühl aller Angehörigen, Freunde, Nachbarn und vielleicht sogar der Öffentlichkeit. Umso schrecklicher ist es, wenn ein Elternteil oder beide Elternteile mit der Trennung zu ihrem Kind konfrontiert werden, die weiter denken als die Masse.

Vielleicht fällt irgendeinem noch eine Schattenseite ein, darüber zu sprechen tut gut. Auch Eure Meinungen zu diesem Thema interessieren mich sehr.
Liebe Grüße Morena
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Amelia am Montag 29. März 2010, 17:06

Hallo Morena,

bis auf Punkt 4 kann ich dir leider nicht beipflichten. Ich fühle mich keinesfalls isoliert oder angefeindet oder abnorm oder dergleichen. Im Gegenteil, ich habe täglich Kontakt mit Menschen, die keine Urköstler sind. Meistens haben sie davon bisher nicht einmal etwas gehört. Ehrlich gesagt kenne ich im realen Leben gar keine Urköstler, bin also quasi ganz alleine auf der Welt und habe nur euch für einen Austausch unter Gleichgesinnten. Ich reibe es den Menschen allerdings auch niemals unter die Nase wie ich mich ernähre, höchstens auf Nachfrage hin (erfahrungsgemäß fragt aber fast keiner).

LG. Amelia
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Brigitte Rondholz am Montag 29. März 2010, 17:24

Amelia hat geschrieben: Ich fühle mich keinesfalls isoliert oder angefeindet oder abnorm oder dergleichen. Im Gegenteil, ich habe täglich Kontakt mit Menschen, die keine Urköstler sind. Meistens haben sie davon bisher nicht einmal etwas gehört. Ehrlich gesagt kenne ich im realen Leben gar keine Urköstler, bin also quasi ganz alleine auf der Welt und habe nur euch für einen Austausch unter Gleichgesinnten. Ich reibe es den Menschen allerdings auch niemals unter die Nase wie ich mich ernähre, höchstens auf Nachfrage hin (erfahrungsgemäß fragt aber fast keiner).

Dies kann ich sehr gut nachvollziehen. Beruflich rede ich andauernd über Ernährung, aber im privaten Kontext rede ich auch sehr selten über Ernährung, die meisten tun es nicht, es sei denn, sie machen mal wieder eine "Diät".

Aber auch ich fühle mich nicht einsam oder gar isoliert, es gibt so viele andere Themen.

Einfach machen und Vorbild sein.


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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Brigitte Rondholz am Montag 29. März 2010, 17:58

Morena hat geschrieben:Kritik hätte ich nicht vorzutragen, aber ich finde, dass die Urmethodik Schattenseiten hat.
Ich führe eine Liste über alle Vorteile der Urmethodik und bin jetzt bei 116 ungefähr.



WOW - stellst du sie mal hier rein?

Nachteile habe ich bis jetzt 6 gefunden, die für den einen oder anderen recht gravierend sein können.
1. um nicht von anderen isoliert zu werden
2. um nicht angefeindet zu werden
3. um nicht diskriminiert zu werden


Das habe ich, ehrlich gesagt, noch nicht erlebt im richtigen Leben. (Im Internet natürlich schon ... :lol: )

Wie läuft so etwas denn ab?

"Also, Morena, du isst mir zu viel Obst und Gemüs, du kannst nicht mit uns ins Kino gehen, da ist Popcornzwang!"

So ? ;)


4. um nicht bei vollem Bewusstsein mitzubekommen, wie sich ein geliebter Mensch selber zugrunde richtet


Nun ja, die Lebenserwartung ist selbst bei den Muggel so um die achtzig. Freu dich also an ihnen, solange du sie hast! ;)



5. um nicht durch bitterbösen Neid Schaden zu erleiden


Warum solltest du schaden nehmen, wenn andere neidisch sind? Das ist mir zu hoch ... ;) Nix dergleichen ist real oder?

6. um nicht vielleicht sein Kind von unwissenden Personen weggenommen zu bekommen


Auch dies ist keine reale Gefahr, wenn man die Urkost regelgerecht durchführt.

Vor allen Dingen dürfen Kinder niemals zu wenig bekommen, denn sie befinden sich noch im Wachstum. Wenn ich z.B. höre, dass eine Mutter mir erzählt, dass ihr Kind "ständig Hunger" hätte, schrillen bei mir die Alarmglocken.

Mit der regelgerechten Urkost hat man nicht ständig Hunger. Und wenn doch? Dann muss man diesem Hungergfühl nachgehen und dem Kind Nahrung geben und zwar reichlich. (Und nicht irgendwelche idiotischen "Nahrungsfahrpläne" einhalten, wie ich das schon oftmals von ehemaligen Instinktos hörte)

Meine Tochter war (und ist) immer gesund gewesen, da fragte ihre Volksschullehrerin in Wien (ja, die heißen da noch so... ) einmal, wie ich das denn hinkriegen würde, dass sie niemals Fehlstunden hätte. Ich erklärte es ihr und ein Jahr später besuchte sie uns in D und machte ein Seminar bei mir. Da war meine Tochter sehr stolz ... wow ... "die Frau Lehrerin" (ja, auch das sagt man dort noch so ...) bei uns zu Hause!! DAS war was!

Auch sonst gab es nie Grund zur Klage, warum hätte man sie mir "wegnehmen" sollen? Weil sie immer ZU GESUND ist? Oder weil es Pflicht in D. ist, seine Kinder mit Cola, Pommes und Hamburgern groß zu ziehen? :lol:

Jetzt ist sie bald volljährig und hat einen großen und stabilen Freundeskreis, mit dem sie viel Spaß hat. (Samstag kam sie um halb fünf nach Hause, da stand ich schon wieder auf... und meinte lachend, dass es so toll sei, dass die ganze Klicke weder Alk, Tabak noch andere Drogen konsumieren würde, aber sie immer so viel Spaß hätten, dass ihr der Bauch vor Lachen weh täte ...)

So etwas rührt mich dann vor Freude zu Tränen.


Nein, die Hauptgefahren sehe ich inzwischen durch die Labereien im Internet.

Mein Rat:
Niemals zu viel Persönliches erzählen, es gibt zu viele Boshafte und Verrückte. Und das meine ich wörtlich.





Aber nach Adam Riese bleiben immer noch (116 minus 6) 110 Vorteile übrig. :lol:



yep ... +daumenhoch*
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Kräuterhexe49 am Montag 29. März 2010, 21:52

Liebe Forummitglieder,

die Schattenseiten der Urmethodik erlebe ich immer wieder.
Fängt schon an beim sammeln der Wildpflanzen. Früher erklärte ich, wenn ich gefragt wurde, dass die Wildpflanzen Teil meiner Ernährung sei. Ich erwähnte Franz Konz usw. Die Fremden auch Freunde waren schockiert, fassungslos oder konnten es nicht glauben. Sie dachten, ich nehme sie auf den Arm. Mittlerweile wenn ich gefragt werde, ist das Grünzeug für unseren Hasen.

Am schlimmsten ist es für meine Tochter. Sie ist in der Lehre und Mittags sitzen sie zusammen und jeder schaut was der andere ißt. Sie hat ihre Ernährung versucht zu erklären und wie gesund es sei. Erhalten hat sie Kopfschütteln und ob sie verrückt sei. Ich packe ihr Salat und mische Wildpflanzen darunter. Dazu gibt es viel Obst und auch mal einen Rohkostkuchen. Als sie das erste mal ihren Rohkostkuchen dabei hatte, war die erste Resonanz mmhh wie lecker. Als meine Tochter sagte, es sei kein richtiger Teig sondern aus Datteln, Nüsse, Feigen hieß es brrrr wie kann man so was essen. Auch in der Berufsschule wurde sie befragt was sie da essen würde. Mittlerweile ist meine Tochter eine Einzelgängerin in der Berufsschule. Das sind die Schattenseiten der Urmethodik.
Trotz diesen Erfahrungen bleiben wir bei der Urkost. Für uns zählt unser Wohlbefinden.
Liebe Grüße
Bea
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Amelia am Dienstag 30. März 2010, 08:32

Liebe Bea,

als ich mit der Urkost angefangen habe und sich mein Umfeld noch nicht an meine "merkwürdigen" Ernährungsgewohnheiten gewöhnt hatte, wurden sie auch oft zum Thema gemacht und sich darüber belustigt. Ich habe dann immer mitgelacht, nicht zuletzt deshalb, weil ich grundsätzlich gut über mich selber lachen kann. Und aus ihrer Sicht ist es nunmal sehr außergewöhnlich, was wir so machen, da kann ich mich schon hineinversetzen.

Irgendwann, und darauf wollte ich jetzt eigentlich hinaus, hörte der Spaß für die anderen aber so langsam auf bzw. wurde es langweilig, immer über die gleichen Dinge zu lachen und ich hatte langsam meine Ruhe.

Ihr (vor allem deine Tochter) solltet nicht den Fehler machen und zu viel über die Urkost erzählen. Erfahrungsgemäß interessieren andere sich nicht im Detail für unsere Art der Ernährung. Und schon gar nicht wollen sie hören, dass ihre eigene Ernährung ungesund ist. Wenn du also friedlich mit deinen Mitmenschen zusammenleben möchtest, empfehle ich, nur auf Nachfrage hin Auskünfte zu geben bzw. bei echtem Interesse deines Gegenübers.

Ansonsten gilt für mich: Ich bin lieber glücklich alleine als mit falschen Freunden zusammen. Das war schon immer so. Es gibt ja Menschen, die zum Beispiel lieber mit irgendeinem Partner zusammen sind als alleine zu sein. Das ist mir fremd. Ich möchte nur dann einen Partner haben, wenn auch ein echtes Zusammengehörigkeitsgefühl und Weiterentwicklungspotential da ist. Das gleiche gilt für Freundschaften.
Wenn ich in meinem Umfeld nur mit Menschen zu tun hätte, mit denen dieses Zusammengehörigkeitsgefühl nicht funktioniert, wie bei deiner Tochter in der Schule, würde ich eben alleine weitermachen - und zwar bewusst und zufrieden! Ist doch egal, wenn sie auf dem Schulhof niemanden hat, mit dem sie sprechen kann, das kann man ja im Privatleben nachholen. Hört sich jetzt hart an, ich weiß. Ich finde es super, dass ihr euch dennoch nicht von euren Überzeugungen abbringen lasst - genau SO sollte es sein!

Liebe Grüße. Amelia
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Kräuterhexe49 am Dienstag 30. März 2010, 10:23

Amelia hat geschrieben:Liebe Bea,

als ich mit der Urkost angefangen habe und sich mein Umfeld noch nicht an meine "merkwürdigen" Ernährungsgewohnheiten gewöhnt hatte, wurden sie auch oft zum Thema gemacht und sich darüber belustigt. Ich habe dann immer mitgelacht, nicht zuletzt deshalb, weil ich grundsätzlich gut über mich selber lachen kann. Und aus ihrer Sicht ist es nunmal sehr außergewöhnlich, was wir so machen, da kann ich mich schon hineinversetzen.

Irgendwann, und darauf wollte ich jetzt eigentlich hinaus, hörte der Spaß für die anderen aber so langsam auf bzw. wurde es langweilig, immer über die gleichen Dinge zu lachen und ich hatte langsam meine Ruhe.

Ihr (vor allem deine Tochter) solltet nicht den Fehler machen und zu viel über die Urkost erzählen. Erfahrungsgemäß interessieren andere sich nicht im Detail für unsere Art der Ernährung. Und schon gar nicht wollen sie hören, dass ihre eigene Ernährung ungesund ist. Wenn du also friedlich mit deinen Mitmenschen zusammenleben möchtest, empfehle ich, nur auf Nachfrage hin Auskünfte zu geben bzw. bei echtem Interesse deines Gegenübers.

Ansonsten gilt für mich: Ich bin lieber glücklich alleine als mit falschen Freunden zusammen. Das war schon immer so. Es gibt ja Menschen, die zum Beispiel lieber mit irgendeinem Partner zusammen sind als alleine zu sein. Das ist mir fremd. Ich möchte nur dann einen Partner haben, wenn auch ein echtes Zusammengehörigkeitsgefühl und Weiterentwicklungspotential da ist. Das gleiche gilt für Freundschaften.
Wenn ich in meinem Umfeld nur mit Menschen zu tun hätte, mit denen dieses Zusammengehörigkeitsgefühl nicht funktioniert, wie bei deiner Tochter in der Schule, würde ich eben alleine weitermachen - und zwar bewusst und zufrieden! Ist doch egal, wenn sie auf dem Schulhof niemanden hat, mit dem sie sprechen kann, das kann man ja im Privatleben nachholen. Hört sich jetzt hart an, ich weiß. Ich finde es super, dass ihr euch dennoch nicht von euren Überzeugungen abbringen lasst - genau SO sollte es sein!

Liebe Grüße. Amelia




Bea hat geschrieben:Liebe Amelia,
hab herzlichen Dank für Deine Worte. Du sprichst mir aus der Seele. Ich denke genau so wie Du es schreibst. Lieber habe ich keine falschen Freunde und fühle mich wohl. Dafür habe ich ja euch hier im Forum und meine Kinder. Ich finde es immer spannend und toll wenn ich neue Berichte lese. Das gibt Kraft und Stärke. Vorallem dass man nicht alleine ist mit der Urkost.
Ich trauer auch nicht nach, dass sich einige Freunde verabschiedet haben. Ich habe allen versucht zu erklären und mitzuteilen wie es mit der Urkost funktioniert. Die Erfahrung habe ich gemacht, den Menschen die es nicht hören wollten zuviel darüber berichtet und anschließend als nicht ganz normal bezeichnet zu werden.
Meine Tochter versuchte in der Firma zu erklären, warum diese Ernährung die Beste ist. Kommt nicht an. Ich habe ihr geraten, nicht viel darübe zu erzählen. Die verstehen es nicht. Nach dem Mittagessen sind die meisten müde und gähnen. Meine Tochter beobachtet sehr genau und erzählt wie toll es ist, wenn die anderen müde seien und sie noch so fidel.
Ich fragte meine Tochter, ob sie traurig sei wegen ihren Mitschülern in der Schule. Sie sagte:"Lieber Einzelgängerin als die dummen Sprüche zu hören" Jetzt lassen sie mich wenigstens in Ruhe. Ich muss aber auch erwähnen, das wir positive Erfahrungen gemacht haben wie z.B. meine Nachbarin 75 Jahre, sie brachte mir im Winter vom Friedhof immer wieder mal Vogelmiere mit. Irgendwann sagte sie, seit dem sie die Vogelmiere untermische in ihren Salat fühle sie sich wohl. Oder der Freund meiner Tochter lässt sich morgens auch Wildkräuter einpacken. Der Freund meines Sohnes leidet unter Heuschnupfen. Immer wenn er nießt, sage ich:" du musst noch mehr Wildkräuter essen"! Vergangenes Jahr hat es ihm geholfen. Er kam und sagte:" das ich Recht hätte, dass nießen wäre weg". Das sind erfreuliche und Positive Erfahrungen. Das zählt für mich.
Ganz liebe Grüße und einen schönen Tag
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Brigitte Rondholz am Dienstag 30. März 2010, 11:48

Amelia hat geschrieben:Liebe Bea,

als ich mit der Urkost angefangen habe und sich mein Umfeld noch nicht an meine "merkwürdigen" Ernährungsgewohnheiten gewöhnt hatte, wurden sie auch oft zum Thema gemacht und sich darüber belustigt. Ich habe dann immer mitgelacht, nicht zuletzt deshalb, weil ich grundsätzlich gut über mich selber lachen kann.




Ein ganz ganz wichtiger Punkt! Über sich selber MIT den anderen zu lachen, entwaffnet sie. :lol:

(Generell: Wenn ich vieles nicht mit Humor betrachten würde, wäre so manches kaum zu ertragen.)


Und aus ihrer Sicht ist es nunmal sehr außergewöhnlich, was wir so machen, da kann ich mich schon hineinversetzen.



Klar - aber je selbstverständlicher wir es machen und je ausdauernder, desto mehr wird es auch für sie zur Gewohnheit.

Alles andere kann ich auch unterschreiben. (Ein weiteres wertvolles und kluges Posting aus der "Amelia-Schmiede"! ... ;) danke! :D )
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Morena am Dienstag 30. März 2010, 12:08

Hallo Ihr Lieben!

Mir läuft zur Zeit so mancher Thread regelrecht weg. Komme oft nur mal schnell zum Lesen. Hie und da würde ich gern noch was dazu schreiben. Aber dann wird doch nichts draus.
Kurzum: Mir mangelt es ein bisschen an Zeit. Der Garten ruft und jetzt muss ich gleich meinen Fratz vom Kindergarten abholen, der mir heute morgen schon so was schönes entgegengeträllert hat: "Ich will von der Wiese essen."
Ich werde aber (hoffentlich vor Ostern) hier Stellung beziehen und auch die 116 Sonnenseiten der Urmethodik (überarbeitet) in einem anderen Thread posten.

Liebe Grüße Morena
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Brigitte Rondholz am Dienstag 30. März 2010, 12:24

Morena hat geschrieben:Hallo Ihr Lieben!

Mir läuft zur Zeit so mancher Thread regelrecht weg. Komme oft nur mal schnell zum Lesen. Hie und da würde ich gern noch was dazu schreiben. Aber dann wird doch nichts draus.
Kurzum: Mir mangelt es ein bisschen an Zeit. Der Garten ruft und jetzt muss ich gleich meinen Fratz vom Kindergarten abholen, der mir heute morgen schon so was schönes entgegengeträllert hat: "Ich will von der Wiese essen."
Ich werde aber (hoffentlich vor Ostern) hier Stellung beziehen und auch die 116 Sonnenseiten der Urmethodik (überarbeitet) in einem anderen Thread posten.

Liebe Grüße Morena


Lass Dir Zeit, liebe Morena, das richtige Leben hat Vorrang! :-)
Und immer gilt: "Kids first!"
Wir laufen dir nicht weg ... :D

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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Brigitte Rondholz am Dienstag 30. März 2010, 12:28

Bea hat geschrieben:[...] Ich muss aber auch erwähnen, das wir positive Erfahrungen gemacht haben wie z.B. meine Nachbarin 75 Jahre, sie brachte mir im Winter vom Friedhof immer wieder mal Vogelmiere mit. Irgendwann sagte sie, seit dem sie die Vogelmiere untermische in ihren Salat fühle sie sich wohl. Oder der Freund meiner Tochter lässt sich morgens auch Wildkräuter einpacken. Der Freund meines Sohnes leidet unter Heuschnupfen. Immer wenn er nießt, sage ich:" du musst noch mehr Wildkräuter essen"! Vergangenes Jahr hat es ihm geholfen. Er kam und sagte:" das ich Recht hätte, dass nießen wäre weg". Das sind erfreuliche und Positive Erfahrungen. Das zählt für mich.

Bravo - weiter so! Ich freue mich mit euch.
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Eichhörnchen am Mittwoch 31. März 2010, 10:34

Amelia hat geschrieben:Ihr (vor allem deine Tochter) solltet nicht den Fehler machen und zu viel über die Urkost erzählen. Erfahrungsgemäß interessieren andere sich nicht im Detail für unsere Art der Ernährung. Und schon gar nicht wollen sie hören, dass ihre eigene Ernährung ungesund ist. Wenn du also friedlich mit deinen Mitmenschen zusammenleben möchtest, empfehle ich, nur auf Nachfrage hin Auskünfte zu geben bzw. bei echtem Interesse deines Gegenübers.


eine ansicht, die ich nur unterstützen kann ! als ich neu in eine firma kam (letzten sommer), hab ich immer mit den anderen in der kantine gegessen - sie das kochzeugs, ich die mitgebrachten tollen sachen ;)
da ich fast gar nichts über meine ernährung herausposaunt hab, sondern einfach gegessen hab, wurde nach kurzer zeit das interesse geweckt : "ich hab bemerkt, du isst immer ziemlich gesund" oder "was hast du denn da wieder für tolle sachen ?" :D

das ganze endete damit, dass ich öfter carobschoten und kokosnuss an die leute verteilt hab, täglich meinen büronachbarn frische mirabellen und zwetschgen mitgebracht hab, und einen menschen zum vegetarier gemacht hab (er bemerkte durch mich, dass man anscheinend sportlich und gesund sein kann, ohne fleisch zu essen) :lol:

kurzum : souveränität lohnt sich ! wer die urkost verteidigt, hat schon verloren !
Liebe Grüße
Johannes
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Kräuterhexe49 am Mittwoch 31. März 2010, 11:13

Hallo Johannes,
natürlich bei Obst und Gemüse und Trobenfrüchten ist die Feststellung der Mitmenschen positiv wie z.B "wie Gesund du dich ernährst". Allerdings bei den Wildpflanzen wurde es abgetan als "Bist du jezt eine Kuh geworden, oder was ißt du im Winter etwa Heu ?"
Ich habe auch gelernt mit der Zeit es humorvoller zu nehmen. Ich verteitige meine Ernährung nicht mehr. Meine Tochter ist grad mal 18 und als Lehrling ist sie immer auf Verteidigungskurs gewesen. Mittlerweile hat sie ihre Erfahrungen gemacht. Sie wird immer wieder mal befragt, wenn sie etwas ißt was die anderen nicht kennen. Fängt schon bei der Avocado an und hört bei der Tobinambur auf. Eigentlich ist es eine Bereicherung für die Mitmenschen einen Urköstler zu kennen.
Einen schönen Tag wünscht
Bea
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Amelia am Mittwoch 31. März 2010, 15:15

Hallo zusammen,

hatte in der letzten Zeit wieder zwei nette Begebenheiten, von denen ich euch erzählen möchte (ganz wertneutral):

-Gestern abend habe ich mir Giersch gepflückt und war dabei ganz in Gedanken. So habe ich nicht gemerkt, dass ich dabei von einer Frau beobachtet wurde, die mich beim Wiederhochkommen fragte, was es denn da schon Gutes gebe. Ich habe ihr dann gesagt, dass es sich um sehr guten Giersch handelt, den ich da pflücke. Aha. Was ich denn damit machen würde? Ich: "Ich esse den jetzt." Sie (nach ein wenig Smalltalk über die Gefahr des Fuchsbandwurms usw.): "Na, da können Sie mal in meinem Garten weitermachen, da wächst das Zeug wie verrückt." :D

-Neulich auf einem Spaziergang mit einer anderen Person zusammen haben wir munter Mandarinen gefuttert. Meine Begleitung warf die Schalen der ersten Mandarine achtlos an den Wegesrand. Ich habe sie darauf hingewiesen, dass man die Schalen in die Jackentasche stecken sollte und zuhause entsorgen sollte. Anschließend habe ich ihr verdeutlicht, wie unser Wald aussehen würde, wenn ich alle Schalen der Mandarinen, die ich in den letzten 4 Monaten gegessen habe, einfach in den Wald geworfen hätte - immerhin handelt es sich um fast 2000 Mandarinen! Der Dame fielen fast die Augen aus dem Kopf. :D

Liebe Grüße. Amelia
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Urtica am Donnerstag 1. April 2010, 12:31

Hallo zusammen,

Da kann ich auch noch was zum besten geben. Als ich vor Jahren angefangen vegan zu essen, bin ich auch noch in unsere Kantine gegangen und habe Salat dort gegessen oder halt mein selbst Mitgebrachtes. Meine Kollegen die mit mir am Tisch waren haben immer gelästert: "Hey Du ist ja wie ne Frau!" Beide sind aber selber ziemlich männlich :lol: ;) . Der Eine mit nem richtig guten Ranzen der Andere spindeldürre. Ich wiederum bin durch meine vielfältigen, sportlichen Aktivitäten recht gut durchtrainiert. Dazu habe ich immer nichts gesagt, in der Hoffnung das legt sich schon. Hat mich aber auch nicht besonders gekratzt. Eines Tages wieder einmal zu Mittag habe ich dann geantwortet: "Männer, jetzt habe ich mir so lange so viel Mühe gegeben so männlich zu werden wir Ihr, ich schaffe das einfach nicht!" Von da an war Funkstille. Seit ein paar Jahren bin ich eh zum Mittag nicht mehr in der Kantine sonder an der frischen Luft und seit ich die Wildkräuter entdeckt habe, auch noch richtig am futtern. :D :lol:
Wenn ich mich jetzt zur Mittagszeit rüste um nach draußen zu gehen, fragt mein Kollege gegenüber immer: "Gehst du wieder Grünzeug sammeln?" ich antworte: "Ja klar! Darf ich Deine Brennnesseln mitessen?" :lol: Das gibt nen Lacher und gut is.

Schöne Feiertage vom
Brennnesselbuben
Der gesunde Verstand: Die bestverteilte Sache der Welt. Jeder meint damit so gut versehen zu sein, daß selbst die, die in allen übrigen Dingen sehr schwer zu befriedigen sind, nicht mehr Verstand haben wollen als sie wirklich haben.
Urtica
 
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Pristine am Sonntag 11. April 2010, 01:05

Hallo,

ich möchte gerne auch mal etwas zur Urkosternärung und Kindern sagen.
Ich habe nämlich ziemliche Probleme mit dem Jugendamt und den Erzeugern meiner Kinder.

Meine Kinder leben derzeit bei einer Pflegemutter mit 4 weiteren Kindern, weil damals schon der Erzeuger meiner Tochter und dessen Familie mich schlecht gemacht haben und der Meinung waren, dass ich mit meinem zu der Zeit fast 19 noch zu jung usw. sei um mich um ein Baby zu kümmern. Nun dann auch noch mein jetziger Expartner, mit welchem ich ca. 3 1/2 Jahre zusammen war und mit der Schwangerschaft von unserem Sohn meine Ernährung mir Probleme bereitete, vorallem der Verzehr von Fleisch. Ich konnte so gut wie garnichts mehr essen und war auch im Krankenhaus am Tropf um Vitmine u.a. zu bekommen. Als mein Sohn geboren war, hatte ich scon vorher kein Fleisch mehr gegessen und bin später auch auf den GGK aufmerksa geworden und habe mich zu ca. 60-80% umgestellt und hatte dann in kurzer Zeit um die 20 kg abgenommen und wog ca. 52 kg bei 166 cm. Als ein jetziger Ex dann mitbekam, dass auch die Kinder das Essen bekamen, was ich esse (da dann 100% Urkost), hat er das Jugendamt informiert, welches mir die Kinder wegnahm weil diese ja u.a. Mangel- und Fehlernährt wären. Natürlich ohne Augen drauf, dass meine Tochter übergewichtig war und sogar der Arzt meinte, dass dies gefährlich sein und später zu Diabetis führen könne. Bei meinem Sohn meinten sie, weil ich ihn mit 1 1/2 Jahren noch voll stillte mit ab und an Obst und Gemüse (weil er selbst auch nichts anderes wollte), dass er Calciummangel hätte (ohne dies Geprüft zu haben). Dem Jugendamt erzälte ich, dass ich mich 'nur' vegan ernähre. Aber dieses war der Meinung, dass ich so die Gesundheit meine Sohnes gefährde, weil ich ihn ja quasi noch voll stillte.

Naja, bin dann leider wieder auf Schlechtkost (fleischlos) zurück gefallen, als mir meine Kinder weggenommen wurden und seit dem habe ich dies u.a. auch beibehalten. Anfang des Jahres habe ich es dann nochmal für einen Monat gemacht, aber hatte immer wieder bedenken, wegen dem Jugendamt und meiner Kinder. Wenn das Jugendamt das mitbekäme (durch meine Tochter, welche dies meinem Expartner evtl. erzählt), dann würde ich meine Kinder wohl nie wieder bekommen. Ich finde das ziemlich ärgerlich, weil ich weiß, wie gut mir die Urkost getan hat. Außerdem muss ich bei meinen Kindern zuschauen, wie sie sich die Schlechtkost einverleiben. Meine Tochter als Allesesserin und mein Sohn als eigentlicher Vegetarier, dessen Vater dies aber egal ist und ihm trotzdem immerwieder Fleisch im Essen vorsetzt und ihn dies essen lässt. Mit 2 Jahren isst dieser leider auch noch fast alles was ihm vorgesetzt wird. Und ob die Pflegemutter in wirklich vegetarisch ernährt, kann ich leider auch nicht bestätigen.

Selbst wenn die Kinder wieder bei mir sin könnte ich ihnen keine Urkost geben, denn sie würden ja beim Erzeuger meines Sohnes auch alles essen (und das essenshinundher wäre auch nicht gut für ihre Körper) und das Jugendamt käme dann auch unangemeldet mal zu mir nach Hause...

Es ist also nicht einfach urköstlich zu leben in so einer Situation und es kann auch vorkommen, dass einem guternährt aussenhende Kinder trotzdem weggenommen werden, nur weil Mutter sie 'falsch' ernährt.

Ich hoffe es ist ok, dass ich dies geschrieben habe, ansonsten bitte einfach Löschen.


Liebe Grüße
Pristine
 
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Brigitte Rondholz am Sonntag 11. April 2010, 07:58

Pristine hat geschrieben:Hallo,

ich möchte gerne auch mal etwas zur Urkosternärung und Kindern sagen.
Ich habe nämlich ziemliche Probleme mit dem Jugendamt und den Erzeugern meiner Kinder.

Meine Kinder leben derzeit bei einer Pflegemutter mit 4 weiteren Kindern, weil damals schon der Erzeuger meiner Tochter und dessen Familie mich schlecht gemacht haben und der Meinung waren, dass ich mit meinem zu der Zeit fast 19 noch zu jung usw. sei um mich um ein Baby zu kümmern.

Hallo Pristine,

solch eine Verfahrensweise habe ich noch nie gehört, sie liegt wohl in Deiner persönlichen Geschichte begründet. Mit 19 zu jung, um das eigene Baby groß zu ziehen? Also, ich war beim ersten Kind auch nicht viel älter. :roll: Ich hoffe, du bist kein Fake ...

Alles andere ist auch nicht typisch, da müssen es andere Dinge vorliegen, die zu dieser traumatischen Situation geführt haben.

Wenn wir tatsächlich schon in einem Land leben würden, wo man einem die vor Gesundheit strotzenden Kinder wegnimmt, weil man sie gesund und menschenartgemäß ernährt, würde ich umgehend auswandern.

Soweit ist es aber noch nicht und der Zug der Zeit fährt eigentlich eher in die andere Richtung: Immer mehr Menschen - auch in entscheidenden Positionen, favorisieren eine fleischlose und vegane Kost.

Ich wünsche Dir alles Gute und weise Entscheidungen.

Beste Grüße - Deine Brigitte
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Brigitte Rondholz am Montag 12. April 2010, 07:56

Brigitte Rondholz hat geschrieben:
Ich wünsche Dir alles Gute und weise Entscheidungen.



Nach längerer Überlegung beim Laufen, möchte ich nochmal anmerken, dass ich eher nackt auf den Knien nach Rom pilgern würde, als meine Kinder herzugeben!

Da würde ich - wenn nötig - sogar wieder kochen. Auf dem Rücken meiner Kinder würde ich keine Kämpfe fechten.

Da Du eh noch keine Urmethodikerin bist, mache dich bei vegetarischen Ernährungsberatern schlau, kooperiere mit den Ämtern, tue alles, was du kannst, um Deine Kinder wieder in Deine mütterliche Obhut zu bekommen.

Dein Leben ist noch lang. Alles hat seine Zeit. Eines Tages wird die Zeit kommen, wo Du die Urmethodik frei von Druck und Zwängen richtig kennenlernen wirst, vor Gesundheit strotzen wirst und Dir von niemandem mehr Vorschriften machen lassen musst. (Und triff eine klügere Wahl bei den Männern in Zukunft! :? )

Dann wird es umgekehrt sein, dann wird man dich fragen, wie du das geschafft hast und wo dein "Geheimnis" liegt. :-)

Alles Gute - falls du kein Fake bist! ;-)

So richtig glauben kann ich die Geschichte nämlich immer noch nicht.




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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Mary Brickenkamp am Montag 12. April 2010, 12:22

Liebe Brigitte,

nach meinem sicheren Gefühl ist "Pristine" ein Fake. Es gibt zu viele Ungereimtheiten: Die Jungendämter sind dermaßen unterbesetzt, dass sie ja noch nicht einmal verhungernde Kinder aus den Familien nehmen. Und da sollen sie einer lieben vegan lebenden Mutter Kinder, die gesund sind, wegnehmen? Und dann noch ein Kind, das angeblich vom Arzt als "zu Übergewicht tendierend" beurteilt wird??? Sorry, aber plumper geht es wirklich nicht mehr! :roll:

Jemand, die gewieft genug ist lange zu stillen und die Urkost zu erfassen ist auch gewieft genug, sich Hilfe zu holen, dass man ihr die Kids nicht wegnimmt.

Gleiches gilt für Fake "Steffi": Ich halte es einfach für unglaubwürdig, dass jemand mit einem Macho im Hintergund die Ruhe aufbringt eine Zecke tagelang am Körper des Kleinkindes zu belassen, wenn es schon hieß, dass "Papa mit Sohn in die Imbißstube geht, wenn Mama nichts mehr kocht."

Liebe Brigitte, ich bin ja nun fast von Beginn an dabei. Eine solchen Fakeflut haben wir hier bisher noch nicht erlebt. Mit Sicherheit liegt es nicht daran, dass die Urmethodik kein Gehör findet. :D Wäre unser Forum unbedeutend und im Wesentlichen wirkungslos, betriebe man nicht solchen Aufwand mit dem Versuch uns aus dem Tritt zu bringen. :lol: :lol: :lol: Aber nicht mit uns! Sind wir noch auf "eliot" mit viel Mühen eingegangen, wird unser Auge immer geschulter, auch weil die Fakes immer plumper und ungereimter schreiben. :lol:

Liebe Grüße,
Mary
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Wohl dem, der sich traut, selber zu denken und eigenverantwortlich zu handeln!
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Kräuterhexe49 am Montag 12. April 2010, 14:27

Hallo Ihr lieben Forummitglieder,

Pristines Bericht hört sich unglaublich an. Es stimmt, es gibt Ungereimtheiten.
Brigittes zweite Antwort ist einfach spitze. Klug und weise hat Brigitte geantwortet.
Es liegt an Pristine wie sie diese Antwort versteht und umsetzt.
Wenn Pristine ein Fake ist, was erreicht sie mit ihrem Bericht hier im Forum? Mir ist es noch nicht ganz verständlich, warum es Fakes gibt!
Diese Fakes die sich nicht urköstlich ernähren und hier kommunizieren vergeuden doch nur ihre Zeit! Natürlich stehlen sie auch unsere Zeit. Vor allem Brigittes Zeit.
Jedenfalls ist dieses Forum für Urköstler eine Bereicherung. Wenn ich Schlechtköstler wäre, würde mich dieses Forum gar nicht interressieren. Daher verstehe ich es mit dem Fakes nicht.

Liebe Grüße
Bea
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Amelia am Montag 12. April 2010, 16:30

Wer als Fake in einem Forum agiert, hat meiner Meinung nach zu viel Zeit und aufgestaute Energie. Du hast Recht, Bea, wie kann man mit etwas so viel Zeit verbringen, was man nicht im Ansatz nachvollziehen kann und vielleicht sogar abgrundtief verabscheut.

Ich bin der Meinung, man sollte sich derart intensiv nur mit Dingen beschäftigen, die einen weiter bringen, die nützlich sind. Überhaupt sollte man sein Leben so gestalten, dass das eigene Handeln in irgendeiner Form nützlich ist. Dies schließt meiner Meinung nach auch den Beruf ein.

Naja, wahrscheinlich findet ein Fake sein Handeln hier "nützlich"...

Liebe Grüße an alle, die Besseres zu tun haben und höhere Ziele verfolgen. Amelia
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Pristine am Montag 12. April 2010, 18:21

Hallo,

ich bin kein Fake!
Nur weil sich das alles etwas unglaubwürdig anhört muss man doch noch lang kein Fake sein.
Ich hätte weitaus besseres zu tun als hier blödsinn zu erzählen. :(

Ich habe Urkost gemacht und hatte dabei knappe 20 kg verloren, was wohl mein Ex etwas merkwürdig fand und auch das Jugenamt meinte ich sei mit 166 cm und ca. 52 kg sicher untergewichtig und damit hat meine Muttermilch sicher nicht genug Nährstoffe. Und weil ich ja angegeben habe, das ich veganerin bin, habe ich mir dann noch anhören dürfen, dass ich ja verrückt wäre und solle wieder anfangen tierische Produkte essen, da der Mensch tierisches Eiweiß braucht, um wieder nervlich fit zu werden. War zu dem Zeitpunkt kurz vor einem Nervenzusammenbruch, weil mein Ex mich immer mehr unter druck gesetzt hatte und in der Beziehung auch schon und das Jugendamt mir grade mitgeteilt hat, dass die Kinder in Pflege gehen.
Muss ich evtl. noch erwähnen, dass die Frau von dem Jugendamtsmitarbeiter Ärztin ist? Daher kommt er wohl auch auf den Calciummangel an dem mein Sohn leiden müsse und darauf, dass eine vegane Mutter nervlich schwach sein muss.
Ich hatte auch angebracht, das meine Kinder doch gut genährt und fit sind und auch alle Vorsorgeuntersuchungen mitmachen und es eig. noch nie was gravierendes zu 'beängeln' gab und die entwicklung meiner Kinder schneller ist, als der Durchschnitt und die Ärzte schon erstaunt waren, was die schon konnten zu den jeweiligen U's und das sie lieber woanders schauen sollen, wo Kinder verhungern (war zu dem Zeitpunkt ja wieder groß in den Nachrichten). Die vom Amt meinten dann nur: Das ist nich unser Jugendamt. Wir machen das besser und greifen ein, bevor was passiert.

Ja, es gab eine Vorgeschichte. Ich hatte in meiner Kindheit schwere Deppressionen mit Suizidgedanken von der aber keiner wusste und was ich eig. nur meinem jetzigen Ex anvertraut hatte. Was er natürlich dem Jugendamt für aktuell weitergesagt hat (daher wohl auch die Meinung des Amts, dass ich nervlich kaputt wäre). Auch ich selbst bin als Jugendliche beim Jugendamt gewesen, weil ich verprügelt wurde von meinem Stiefvater (nix hatten die damals gemacht). Außerdem habe ich im alter von 16-18 Drogen genommen.
Das mit den Deppressionen hatte ich wieder bei meinem Ex, aber nich so schwer. Hatte dann mir mal Antideppresiva geben lassen (ein paar Wochen/Monate) und da dann eine frühe Fehlgeburt. Habe das dann einfach selbst abgesetzt.

Als mein Sohn auf der Welt war hatte ich mir dann auch den GGK gekauft. Die neuste Auflage (9 glaube) und mir ging es dadurch besser und außerdem gab es dann ja wieder die räumliche trennung von meinem jetzigen Ex. Hatte dann Urkost gemacht bis mir die Kinder genommen wurden, aber ca. 3 Monate waren es in denen ich 100% Urkost machte. Naja, und weil das Amt meinte ich solle mich 'richtig' ernähren und ich auch nichtmehr die Lust hatte großartig meine Wohnung zu verlassen, ging ich wieder 'normal' einkaufen, aber niewieder würde ich Fleisch essen können. Außerdem habe ich durc die Urkost und den Konz erfahren, woher meine, seit meiner Kindheit chronische Verstopfung kommt und weswegen ich nur max. 1x die Woche Stuhlgang habe und den auch noch unter Schmerzen und manchmal blutig (sorry). Ja, ich weiß nun auch, dass ich eigentlich eine Milchunverträglichkeit habe. Und merke es immer wieder, wenn ich wieder mal Milchprodukte esse. Seit meiner Rohkost- und danach Urkostzeit merke ich auch nun immer schön, wenn ich zu viel Zucker zu mir genommen habe, denn dann habe ich fürchterliche Kopfschmerzen. Aber die Süchte nach Süßem sind leider auch wieder da, wenn ich auch oft nicht mehr so viel esse wie vorher, vorallem könnte ich keine Tafel Schokolade mehr auf einmal essen, denn mir schmeckt sie meist nach 2-3 Stückchen schon nicht mehr.
Meine derzeitige Ernährung also Vegetarisch. Eier, Milch pur und Honig aber nur, wenn sie irgendwo drinne sind z.B. Kuchen (anderes Beispiel viel mir grade nicht ein wo das drin ist), also eher sehr selten. Weil ich beides so eig. überhaupt nicht mag, aber wenn es wo drinne ist, merkt man es ja nicht.

Mein jetziger Partner findet das mit der Urkost toll, auch wenn er denkt, dass das nichts für in wäre, vorallem bei seinem harten Job. Er selbst vorher starker raucher (2 Bigpacks/Tag) hat aufgehört zu rauchen und isst auch kein Fleisch mehr und das kam alles von ihm aus. Habe ihm nie gesagt, dass er aufhören soll sondern nur mal erklärt, warum ich es nicht tu und ein wenig aus dem GGK vorgelesen. Er trinkt sogar gerne mit mir Früchtesmoothies mit Heilerde (hilft mir bei meiner ewigen Verstopfung gut).

Im Januar wollte ich wieder Urkost machen und hatte am 1.1. angefangen. Leider habe ich da nicht so viele Wildkräuter gefunden, also sage ich eher ich habe Rohkost gemacht. Einen Monat lang 100% Rohkost und es fühlte sich gut an, auch wenn es schwer war meinen Partner und meine Kinder (wenn sie zu Besuch waren) geseggen haben und ich 'nur' Salat gegessen habe. Wurde dann im Februar wieder schwach, weil ich u.a. ziemlichen Stress hatte und somit esse ich wieder vegetarisch.

Sorry, wenn ich vllt. ein wenig durcheinander geschrieben habe, aber ich war zwischendurch mal länger abgelenkt und habe nicht nochmal alles gelesen, sondern nur weiter geschrieben...
Pristine
 
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Re: Alles hat eine Kehrseite - Schattenseiten der Urmethodik

von Brigitte Rondholz am Dienstag 13. April 2010, 08:20

Pristine hat geschrieben:Ja, es gab eine Vorgeschichte. Ich hatte in meiner Kindheit schwere Deppressionen mit Suizidgedanken von der aber keiner wusste und was ich eig. nur meinem jetzigen Ex anvertraut hatte. Was er natürlich dem Jugendamt für aktuell weitergesagt hat (daher wohl auch die Meinung des Amts, dass ich nervlich kaputt wäre). Auch ich selbst bin als Jugendliche beim Jugendamt gewesen, weil ich verprügelt wurde von meinem Stiefvater (nix hatten die damals gemacht). Außerdem habe ich im alter von 16-18 Drogen genommen.
Das mit den Deppressionen hatte ich wieder bei meinem Ex, aber nich so schwer. Hatte dann mir mal Antideppresiva geben lassen (ein paar Wochen/Monate) und da dann eine frühe Fehlgeburt. Habe das dann einfach selbst abgesetzt.


Deine Geschichte ist sehr traurig, mich erschüttert so etwas. Da, wo Familie einsetzen sollte, da versagt sie. Fühl dich umarmt.

Du bräuchtest Hilfe vor Ort, die mit dir zusammen diesen ganzen Irrsinn aufarbeiten müssten.

Ich persönlich fühle mich da überfordert und akzeptiere meine Grenzen und auch die Grenzen so eines Forums.

Vielleicht kannst du mit Deinem jetzigen Partner eine Lösung finden?

Ich wünsche es Dir von Herzen.






Beste Grüße - Deine Brigitte
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