Kritik an der Urmethodik?

Hier könnt Ihr schreiben, was Euch generell gefällt oder vielleicht auch missfällt an der Urmethodik.
Forumsregeln
In diesem Forum dürfen nur registrierte & freigeschaltete Mitglieder schreiben. Um Schreibzugriff zu erhalten, registriere dich bitte (Link rechts oberhalb der Foren/Beiträge) & schick danach eine Mail mit deinem Namen, deinem Benutzernamen, deiner Telefonnummer & einer kurzen Vorstellung an Brigitte at urkostmitbrigitte.de

Kritik an der Urmethodik?

von Brigitte Rondholz am Mittwoch 24. März 2010, 19:54

Geht das denn überhaupt? Das wird sich sicher manch einer fragen. ;)

Ich meine schon.
Kritik muss nicht automatisch negativ sein, und sie ist am besten, wenn sie konstruktiv ist.

Selbst ich könnte was loswerden, werde es auch tun, aber zuerst lasse ich mal Euch den Vortritt. :-)

Dass Kritik sachlich, nicht verletzend und fair sein sollte, versteht sich von selbst, oder?

Denn nur so dringt sie überhaupt durch.

Viel Spaß auch in diesem neuen Unterforum!

Eure Brigitte 8-)

Beste Grüße - Deine Brigitte
Warum vegan? Hier findest Du die Gründe! MENSCH- mach die Augen auf!

Die Naturköstler - der Blog oder Mail an:
Brigitterondholz@t-online.de
Benutzeravatar
Brigitte Rondholz
Administrator
 
Beiträge: 3204
Registriert: Sonntag 18. Mai 2008, 23:03

Re: Kritik an der Urmethodik?

von orchidee am Donnerstag 25. März 2010, 23:53

Liebe Brigitte,
dann mache ich hier mal den Anfang: Urkost sollte nicht unbedingt so fanatisch praktiziert werden, indem viele rohe Lebensmittel nur deshalb abgelehnt werden, weil z.B.die Menschenaffen bzw. die sogenannten Urmenschen diese früher nicht gegessen haben bzw. nicht zur Verfügung hatten. Beispiel: Getreide , wird bereits in der Bibel erwähnt, man muß ja nicht die neueren Züchtungen wie Weizen etc. wählen, es gibt ja auch Urgetreide z.B. Emmer, Einkorn und Dinkel, oder auch den Hafer.
Man muß auch nicht die harten Körner verzehren, es gibt ja z.B. sogenannte Flocker, damit hat man in Sekunden das Getreide mundfertig.
Und eines ist sicher, Getreide enthält sehr viele für den Organismus vorteilhafte Stoffe, die eben in Früchten und Salaten, Kohl etc. nicht enthalten sind. Das ist bekannt und unstrittig.

Du schreibst z.B.Nüsse nur während der Saison, dann mußt Du auch bei allen anderen Lebensmittel ebenso konsequent sein, z.B. Avocados: die sind nur deshalb fast das ganze Jahr hindurch zu haben, weil immer wieder neue Züchtungen auf den Markt kamen, daher immer Saison. Das war zu Urzeiten mit Sicherheit anders. Bin froh daß mir Nüsse (Bioladen) auch das gesamte Jahr über zur Verfügung stehen - und natürlich nur jene welche weder behandelt noch erhitzt wurden.

Und weiters, Urkost ist für mich nicht das was in diversen Büchern beschrieben wird (ja auch Konz),sondern ich verlasse mich da lieber auf meinen eigenen Verstand und wie mein Körper reagiert. Hätte auch ein Buch schreiben können, habe aber keine Lust dazu. Bedeutet: meine Urkost sieht etwas anders aus, diese Freiheit nehme ich mir.

So - mehr fällt mir im Moment nicht ein, hoffe daß meine Kritik nicht zu extrem war, aber Du hast ja dazu aufgefordert.

Servus Inge
lieben Gruß Inge
orchidee
 

Re: Kritik an der Urmethodik?

von orchidee am Freitag 26. März 2010, 10:21

Liebe Brigitte,
nun interessiert mich natürlich auch, wo Deine eigenen "Kritikpunkte" liegen, freue mich auf Deinen Beitrag.
Servus Inge
orchidee
 

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Brigitte Rondholz am Freitag 26. März 2010, 11:49

orchidee hat geschrieben:Liebe Brigitte,
dann mache ich hier mal den Anfang:



Finde ich klasse, vielen Dank dafür. Und: Nein, Deine Kritik war nicht "extrem"! ;)






Urkost sollte nicht unbedingt so fanatisch praktiziert werden, indem viele rohe Lebensmittel nur deshalb abgelehnt werden, weil z.B.die Menschenaffen bzw. die sogenannten Urmenschen diese früher nicht gegessen haben bzw. nicht zur Verfügung hatten.




Das Wort "fanatisch" empfinde ich als deplaciert, aber nun gut ..

Beispiel: Getreide , wird bereits in der Bibel erwähnt,


Das bedeutet allerdings nichts ... ;)

man muß ja nicht die neueren Züchtungen wie Weizen etc. wählen, es gibt ja auch Urgetreide z.B. Emmer, Einkorn und Dinkel, oder auch den Hafer.


Das einzige "Urgetreide", was es gibt, sind die wildwachsenden Gräser, aus denen Getreide gezüchtet wurde.

Und eines ist sicher, Getreide enthält sehr viele für den Organismus vorteilhafte Stoffe, die eben in Früchten und Salaten, Kohl etc. nicht enthalten sind. Das ist bekannt und unstrittig.


Dies ist keineswegs unstrittig, liebe Inge.

"Menschen sind nun mal keine Körnerfresser", sagt Karl Pirlet, Professsor für innerer Medizin. erst etwa seit 15.000 Jahren verzehren Menschen Getreide, zu kurz für eine echte genetische Anpassung.

Ich habe dazu schon mal vor Jahren etwas in der "Natürlich Leben!" geschrieben:
I
Wir Menschen sind keine Granivoren

Natürlich wisst Ihr längst, dass Brot und Getreide keine adäquaten rohköstlichen Nahrungsmittel sind, aber viele fragen sich oder mich immer mal wieder:

“Aber warum genau ist Getreide eigentlich nicht gut für uns?“

Immer wieder in regelmäßigen Abständen taucht diese Frage an mich oder Franz Konz gerichtet oder aber in unserem Urkostforum auf. Es ist wohl sehr tief in vielen von uns verankert, dass das „täglich Brot“ doch segensreich sein muss - auf keinen Fall jedoch schädlich sein kann. Dass gebackenes Brot keine Urkost ist, leuchtet vielen theoretisch schnell ein – aber es schmeckt doch so gut! Da aber viele Menschen selber erleben, wie sehr Brot sie immer wieder „verschleimt“, verzichten sie auf das „gute Brot“ dann letztendlich gerne. Einige Rohköstler lassen Getreide keimen, weil sie aus Kostengründen darin eine preiswerte Alternative zur Urkost (mit den teuren Importfrüchten) sehen und auch das Weizengras von V. Kulvinskas und seinen Anhängern sehr angepriesen wird.

Doch schauen wir zunächst noch einmal im „Großen Gesundheits-Konz“ nach, was Franz dort im 6. Kapitel mit dem Titel „Einfach essen wie in der Urzeit“ über das Keimen schreibt:
„Warum schlägst Du nicht vor, Biogetreide, Soja- oder Mungobohnen, Alfalfa usw. zu keimen? Dann hätte ich im Winter stets frisches Grün“, fragst Du.
Was Du erhalten würdest, das wäre nur eine Art wertloses Gras. Und das findest Du vitaminreicher auf der Wiese. Keimen ist nichts Natürliches. Die Samen werden in Wasser feucht gehalten und künstlich ohne die Kräfte der Erde zum Sprießen gebracht. Du mußt sie ständig abspülen, es bilden sich nämlich Schimmelpilze mit giftigen Aflatoxinen. Du erkennst: Da ist schon etwas faul. Zudem ist auch das Pflanzeninnere nicht ganz koscher. UrNahrung wird nicht gezüchtet. Sie gedeiht nur naturgerecht im Freien. Erforscht wurde, daß in Wasser gekeimtes Alfalfa (das ist eine Luzerne-Art) den kanzerogenen Giftstoff Convavanin erzeugt.6363b
Die UrzeitTherapie läßt sich nicht auf Halbheiten ein. UrNahrung ist urwüchsig. Und einfach zu nehmen! Obschon: Eigengezogenes, gekeimtes Getreide ist besser als überhaupt kein Grün oder ein von den Landwirtschaftsfabriken vergiftetes. Überdies sind in Sojabohnenkeimen, die nicht blanchiert werden, verdauungserschwerende und leicht giftige Stoffe wie Lektine und Enzymhemmer enthalten. Daran ändert es auch nichts, daß diese Keimlinge ihren Vitamin- und Enzymgehalt innerhalb von 4 - 5 Tagen vervier- bis verfünffachen. Die Kraft kommt hier aus dem Keimvorgang. Von Keimgetreide rate ich deshalb ab, weil die bisher noch nicht entdeckten Lebenskräfte der Pflanze nicht vollständig in ihm vorhanden sein können:

• Weil es sich beim Getreide um eine genetisch veränderte, schwache Kulturpflanze handelt.
• Weil sie nicht in der Mutter Erde, sondern im fremden Milieu von Wasser großgeworden ist. Ihr fehlen genauso viele wesentliche Elemente, wie ein von der Mutter in ein Heim abgeschobenes Kind. Sieh die Dinge alle in ihren großen Zusammenhängen und Du wirst sie richtig sehen können.“
Ja, die Urmethodik lässt sich eben nicht auf Kompromisse ein und deshalb müssen wir auch nicht alle naselang unser Konzept ändern. Die Natur hat alles für uns festgelegt, es muss nur von uns verstanden und akzeptiert werden. Eigentlich alles ganz einfach, oder?

Unser amerikanische Freund und vegane Rohkostpraktiker Frédéric Patenaude führt dazu noch richtig aus:

“Alle wahren Rohköstler lehnen Körnerprodukte ab. Das schließt mit ein: Brot, Pasta, Reis, etc., sogar gekeimtes Getreide. Zwar wandelt der Keimprozess einiges um, das ansonsten viel ungünstiger sich auswirken würde, aber es bleiben doch Stoffe übrig, auf die der menschliche Körper nicht optimal eingestellt ist.
Für die meisten ist das schwer zu verstehen, weil unterbewusst diese “Grundlage der Zivilisation” so stark in unseren Gewohnheiten verankert ist.

Körner sind tatsächlich Vogelfutter, weil Vögel Granivoren (Körnerfresser) sind. Menschen sind Frugivoren (Frucht- und Grünpflanzenesser).

Es gibt viele Gründe, warum Getreide für Menschen ungeeignet ist. Menschen sind biologisch nicht „gemacht“(”designed”) für Körnerfrüchte. Für jede Klasse von Lebewesen auf diesem Planeten hat die Natur die geeignete Nahrung bereitgestellt. Jede Abweichung davon erzeugt alle möglichen Arten von Problemen: Tumore, Psychosen, Depressionen, Allergien, etc.

Eine Maschine wird z.B. mit einer bestimmten Art von Öl gut, mit einer andern schlecht funktionieren. Sie wird verdrecken und ausfallen. Dies ist das Hauptargument gegen Getreide. Alle anderen “wissenschaftlichen” Argumente beschäftigen sich nur mit nebensächlichen Details.
Die Natur stellt für jede Art von Lebewesen die optimale Nahrung bereit. Die Natur ist in diesem Zusammenhang nicht chaotisch. Jede Spezies isst das, wofür sie “designed” ist. Wenn Pferde plötzlich Fleisch essen würden und Löwen wie eine Kuh grasen, wäre dies das Ende von allem.
Getreide hat zuwenig Mineralien, verglichen mit Früchten und grünblättrigem Gemüse. (Verglichen mit Wildpflanzen sowieso! BR).


Es fehlt Getreide u.a. an alkalischen Mineralien wie Kalzium. Getreide ist sehr säurebildend, ja, es ist eine der am meisten säurebildenden Nahrungen. Unsere Physiologie ist überhaupt nicht gut auf die Verdauung von Getreide eingestellt.

Viele Granivoren haben eine Art “Extra-Magen”, der ihnen das Zerkleinern der Körner erlaubt. Damit können sie sogar kleine Steinchen in kürzester Zeit pulverisieren. Sie schlucken sogar kleine Steinchen, um bei der Verdauung von Getreide eine Hilfe zu haben. Es wurde schon beobachtet, dass Metallnadeln in Stücken aus dem Verdauungstrakt von jungen Vögeln herauskamen.
Weil Vögel keine Zähne haben, müssen sie solche harten Gegenstände zur Verdauung schlucken. Die Natur hat sie dafür mit einer perfekten “Mahlmaschine” ausgestattet, welche die geschluckten “Mühlsteine” entsprechend verwertet.

Menschen habe keine solche Einrichtung. Dies ist einer der Gründe, warum Getreide nicht für Menschen gedacht ist. Keimung ändert daran wenig. Außerdem ist der Verdauungstrakt von Menschen viel länger als der von Vögeln. Deshalb verweilt Getreide zu lange dort und erzeugt eine Tendenz zur Fermentation.

„Krankheiten“ und Zustände, die durch Getreide hervorgerufen werden:
Erkältung, Grippe, Sinusitis, Bronchitis, Lungenentzündung, Kolitis, Asthma, Allergien, Atembeschwerden, Diabetes, Arthritis, „dickes Blut“, Arteriosklerose, Lähmungen (durch Blutverdickungen), Herzanfälle etc. pp.“

Zu den für uns wichtigen Quellen für Mineralien möchte ich hier noch hinzufügen, dass Sesamsamen, Sonnenblumenkerne, Feigen, alle grünen Gemüse (wie z.B. Brokkoli und Kohl) und natürlich die von uns geschätzten, ja, geliebten Wildpflanzen sehr hohe Kalzium- und überhaupt Mineralienlieferanten sind.

Auch ist die Urform des Getreides wesentlich besser, als das Zuchtgetreide. Wunderbar sind z.B. die massenhaft wachsenden Samenstände der Wegericharten oder des Knöterichs, die man im Sommer einfach sammeln und essen oder für den Winter aufbewahren kann.

Gezüchtet wurde das Getreide jedoch aus Gräsern. Franz Konz fand heraus, dass sich viele Grassamen bestens essen lassen, wenn man die Grannen abbricht.

Diese schenkt uns die Natur in Massen. Und dazu gratis und frei Haus (oder Garten).

Ist die Natur nicht einfach wunderbar?

Literatur:
Franz Konz: „Der große Gesundheits-Konz“
Frederic Patenaude: „The Raw Secrets: The Raw Vegan Diet in the Real World“



Soweit erst einmal, liebe Inge, vielleicht kannst du was damit anfangen.



Beste Grüße - Deine Brigitte
Warum vegan? Hier findest Du die Gründe! MENSCH- mach die Augen auf!

Die Naturköstler - der Blog oder Mail an:
Brigitterondholz@t-online.de
Benutzeravatar
Brigitte Rondholz
Administrator
 
Beiträge: 3204
Registriert: Sonntag 18. Mai 2008, 23:03

Re: Kritik an der Urmethodik?

von orchidee am Freitag 26. März 2010, 13:41

Vielen Dank liebe Brigitte,
was ich über Nüsse geschrieben habe, hat sich inzwischen bereits relativiert. Habe soeben herausgefunden, daß (Haselnüsse, Mandelkerne bis 40 Grad, Paranüsse darüber bei etwa 70 Grad) nach dem Knacken in den Herstellländern erhitzt werden, um sicher vor Schimmel etc. zu sein, denn die Produkte sollen sich ja etwa 1 Jahr lang in den Packungen halten. Hinzu kommt noch, bin ja nicht dabei wenn die Erhitzung durchgeführt wird, bedeutet: die genannten Temnperaturen sind relativ.
Daher - Du hattest wieder einmal recht, werde zukünftig nur dann Nüsse wählen, wenn diese in der Saison noch mit Schale angeboten werden.

Danke nochmals für den ausführlichen Getreidebericht. Werde darüber nachdenken, denn ich gebe zu, bis jetzt hast Du bei allen Diskussionen am Ende recht behalten. Übrigens gekeimtes Getreide etc. mag ich nicht, z.B. Weizen schmeckt dann - für mich zu süß. Gerne mag ich aber gequetschten Nackthafer, ist lecker.

Lieben Gruß Inge
orchidee
 

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Brigitte Rondholz am Samstag 27. März 2010, 12:41

orchidee hat geschrieben:Vielen Dank liebe Brigitte,





immer gerne!




Danke nochmals für den ausführlichen Getreidebericht. Werde darüber nachdenken, denn ich gebe zu, bis jetzt hast Du bei allen Diskussionen am Ende recht behalten.



Wow - darf ich das als Sig verwenden? :lol:

Im Ernst: Ich freue mich und es macht Spaß, Dir beim Lernen zuzusehen.
Beste Grüße - Deine Brigitte
Warum vegan? Hier findest Du die Gründe! MENSCH- mach die Augen auf!

Die Naturköstler - der Blog oder Mail an:
Brigitterondholz@t-online.de
Benutzeravatar
Brigitte Rondholz
Administrator
 
Beiträge: 3204
Registriert: Sonntag 18. Mai 2008, 23:03

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Brigitte Rondholz am Sonntag 28. März 2010, 14:27

orchidee hat geschrieben:V
Danke nochmals für den ausführlichen Getreidebericht. Werde darüber nachdenken, denn ich gebe zu, bis jetzt hast Du bei allen Diskussionen am Ende recht behalten. Übrigens gekeimtes Getreide etc. mag ich nicht, z.B. Weizen schmeckt dann - für mich zu süß. Gerne mag ich aber gequetschten Nackthafer, ist lecker.



Liebe Inge, lies dazu mal bitte auch:

HIER!
Beste Grüße - Deine Brigitte
Warum vegan? Hier findest Du die Gründe! MENSCH- mach die Augen auf!

Die Naturköstler - der Blog oder Mail an:
Brigitterondholz@t-online.de
Benutzeravatar
Brigitte Rondholz
Administrator
 
Beiträge: 3204
Registriert: Sonntag 18. Mai 2008, 23:03

Re: Kritik an der Urmethodik?

von orchidee am Montag 29. März 2010, 23:41

Liebe Brigitte,
danke für den Link (Brot-Info etc.). der mich allerdings nach wie vor "nicht" überzeugt. Es gibt zu viele Schreiberlinge z.B. Wolfgang Lutz mit seinem Buch: leben ohne Brot -, der damit hauptsächlich Auszugsmehl -Produkte meint. Auch was da über WGA (was immer das in der PRAXIS bedeutet) geschrieben steht, ist absolute Theorie, dagegen sprechen tausende praktische Erfahrungen anderer "Ärzte" und Ernährungswissenschaftler (Ursachenforscher), wie Prof. Kollath, Bircher-Benner, Bruker usw..
Es gibt Naturvölker wie z.B.die HUNZA oben am Dach der Welt (Himalaya) deren excellente Gesundheit bis ins sehr hohe Lebensalter war bekannt - und auch sie hatten als Grundnahrungsmittel selbstgebackenes Vollkornbrot und Getreidebreie.

Letztendlich läßt unser aller Schöpfer das Getreide wachsen (Naturprodukt) und da man es - manche Sorten: enthülsen - mahlen oder flocken etc. kann, (Nüsse kann man ja auch nicht mit Schale essen, sondern muß sie knacken) warum sollte man es nicht für seine Ernährung verwenden? Die wertvollen Inhaltsstoffe je nach Getreideart sind seit Urzeiten bekannt und da sie sich von jenen der anderen Pflanzen und Früchte unterscheiden, warum soll ich auf diese zusätzliche Vielfalt verzichten?

Da verlasse ich mich voll und ganz auf unseren Schöpfer und die positiven Erfahrungen hinsichtlich dieses Grundnahrungsmittels - weltweit und nicht zuletzt auch bei mir selbst. Wäre Getreide so schädlich, hätte ich ja irgendwann mal etwas davon merken müssen, das Gegenteil war und ist der Fall. Und noch etwas: den negativen Erfahrungen eines Dr. Lutz stehen wesentlich mehr positive Erfahrungen eines Dr.Bruker, Bircher-Benner, Kollath, Waerland, Leitzmann u.u. u. gegenüber.
Nicht zu vergessen Asien - dort ist ja bekanntlich der Reis das HAUPTNAHRUNGSMITTEL - hat sich nur negativ ausgewirkt nachdem man anstatt des Naturproduktes Vollreis (ähnlich wie beim Getreide) das Silberhäutchen entfernte und somit das Wertvollste am Reiskorn abtrennte.

Aktuell seit 6 Wochen allerdings - nachdem ich voll auf "roh" umgestellt habe, gibt es auf meinem Speisezettel mal einen oder zwei Eßlöffel gemahlenes Getreide oder auch geflockt (etwa 2 x die Woche), je nach Gusto - und ich sehe nach wie vor keinen Grund warum ich zukünftig darauf verzichten sollte. Je mehr unterschiedliche und gute Qualität für meinen Organismus, desto besser.

Wie gesagt, alles was ich bisher von den Gegnern gelesen habe, hat mich nicht überzeugt, sehr wohl aber die Argumente der Befürworter, und natürlich auch meine eigenen jahrzehntelangen sehr positiven Erfahrungen.

Lieben Gruß Inge
orchidee
 

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Brigitte Rondholz am Dienstag 30. März 2010, 12:33

orchidee hat geschrieben:
Letztendlich läßt unser aller Schöpfer das Getreide wachsen (Naturprodukt) und da man es - manche Sorten: enthülsen - mahlen oder flocken etc. kann, (Nüsse kann man ja auch nicht mit Schale essen, sondern muß sie knacken) warum sollte man es nicht für seine Ernährung verwenden?


Weil es dies so nicht von der Natur (oder "Schöpfer" ...) gibt! JEDES Getreide ist eine Züchtung von Menschen.

Ich dachte, dies wäre klar ... warst du nicht schon weg davon oder habe ich dies falsch verstanden?
Beste Grüße - Deine Brigitte
Warum vegan? Hier findest Du die Gründe! MENSCH- mach die Augen auf!

Die Naturköstler - der Blog oder Mail an:
Brigitterondholz@t-online.de
Benutzeravatar
Brigitte Rondholz
Administrator
 
Beiträge: 3204
Registriert: Sonntag 18. Mai 2008, 23:03

Re: Kritik an der Urmethodik?

von orchidee am Dienstag 30. März 2010, 15:07

Liebe Brigitte,
das war wohl ein Mißverständnis - ich bin weg vom Brot und erhitztem Getreide, aber nicht vom Getreide an sich. Werde heute mal wieder den rohen Getreidebrei mit etwas Obst genießen, mal sehen wie er mir aktuell bekommt und wie ich mich fühle.
Ich bin absolut lernfähig, aber muß selbst überzeugt sein. Wo gibt es eine kompetente "neutrale" Auflistung jener Lebensmittel welche ausschließlich vom Schöpfer für uns Menschen erschaffen wurden bzw. jene, welche wie Du schreibst, von den Menschen gezüchtet und erfunden wurden? Ist ja schon paar Jahre her, nicht wahr?
Ist es letztendlich nicht so daß alle unsere Lebensmittel irgendwann einmal von uns Menschen angebaut und weiterentwickelt wurden? Macht es einen Unterschied ob vor 100.000 oder vor 50.000 Jahren?

Eines ist ja Fakt, wir leben nicht mehr in den Urzeiten, sondern im 21. Jahrhundert und genießen weltweite Produkte (Tropenkost etc.), die ja nur aufgrund von modernen Transportmitteln jederzeit für uns erreichbar sind. Diese Möglichkeiten hatten ja unsere Vor-Vorfahren bzw. die Urmenschen nicht. Bedeutet aber doch nicht daß wir dann auch auf vieles verzichten müssen, nur weil diese Urmenschen in der Auswahl ihrer Nahrungsmittel zwangsläufig beschränkt waren.

Freue mich auf Deine Stelungnahme,
lieben Gruß Inge


Freue mich auf Deine Stellungnahme,
servus Inge
orchidee
 

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Ramona am Dienstag 30. März 2010, 21:24

Brigitte Rondholz hat geschrieben:“Aber warum genau ist Getreide eigentlich nicht gut für uns?“

Da aber viele Menschen selber erleben, wie sehr Brot sie immer wieder „verschleimt“, verzichten sie auf das „gute Brot“ dann letztendlich gerne.

Hallo Brigitte,
wie meinst du das, dieses "verschleimt"? Also ich habe ja auch schon immer Brot gegessen und bin aber auch dabei das immer weniger werden zu lassen. Also wenn man Brot isst und gut kaut bildet sich ja so eine Art "Schleim" im Mund. Ich meine aber, dass das normal ist.


Weil Vögel keine Zähne haben, müssen sie solche harten Gegenstände zur Verdauung schlucken. Die Natur hat sie dafür mit einer perfekten “Mahlmaschine” ausgestattet, welche die geschluckten “Mühlsteine” entsprechend verwertet.

Menschen habe keine solche Einrichtung. Dies ist einer der Gründe, warum Getreide nicht für Menschen gedacht ist.

Wir Menschen brauchen ja so eine Einrichtung auch nicht. Wir haben doch Zähne! :)


„Krankheiten“ und Zustände, die durch Getreide hervorgerufen werden:
Erkältung, Grippe, Sinusitis, Bronchitis, Lungenentzündung, Kolitis, Asthma, Allergien, Atembeschwerden, Diabetes, Arthritis, „dickes Blut“, Arteriosklerose, Lähmungen (durch Blutverdickungen), Herzanfälle etc. pp.“

Das ist natürlich ein Argument!!!

Liebe Grüße!
Ramona
LG von Ramona!


Bild
Benutzeravatar
Ramona
 
Beiträge: 139
Registriert: Sonntag 7. März 2010, 20:00

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Ramona am Dienstag 30. März 2010, 21:39

orchidee hat geschrieben:Liebe Brigitte,
danke für den Link (Brot-Info etc.). der mich allerdings nach wie vor "nicht" überzeugt. Es gibt zu viele Schreiberlinge z.B. Wolfgang Lutz mit seinem Buch: leben ohne Brot -, der damit hauptsächlich Auszugsmehl -Produkte meint.

Hallo liebe Inge,
das mit dem Brot interessiert mich auch sehr. Ich esse ja schon sehr viel weniger davon und will auch versuchen ganz davon wegzukommen so wie du aber noch bin ich nicht ganz soweit.

Das mit dem Mehl hab ich auch ganz anders verstanden. Ich hab das jetzt so verstanden, dass das Fraßschutzgift nur im Keim und in der Schale sind um die Pflanze zu schützen. Und im Mehlkörper ist das halt nicht drin (???). Also ist das Vollkorn schlecht und das Mehl gut (???). Ich denke aber, dass es wohl am besten ist das Getreide ganz wegzulassen weil sehr viele schlechte Erfahrungen damit gemacht haben.

Liebe Grüße!
Ramona
LG von Ramona!


Bild
Benutzeravatar
Ramona
 
Beiträge: 139
Registriert: Sonntag 7. März 2010, 20:00

Re: Kritik an der Urmethodik?

von orchidee am Dienstag 30. März 2010, 22:47

Liebe Ramona,
die von Brigitte aufgelisteten Krankheiten - da meint sie wahrscheinlich nicht das Getreide an sich, sondern die Auszugsmehl-Produkte - ein wesentlicher Unterschied.
Habe fast 40 Jahre lang Vollkorn, sowohl als selbstgebackenes Brot als auch als Rohgetreide gegessen, letzteres noch immer, und kenne nicht eine einzige der genannten Krankheiten. War immer gesund und fit und habe einen intakten Stoffwechsel, Idealgewicht - und das seit 40 Jahren.
Franz Konz begründet die Ablehnung von Getreide mit den Affen, welche keine Körner essen. Nur - daß wir Menschen und keine Affen sind und noch vieles andere mehr (Gott sei Dank) - essen als die Affen. Z.B. hat der Mensch Möglichkeiten erfunden, sich das Getreide durch Mahlen, Einweichen etc. genießbar zu machen, was ist daran so schlimm?

Für mich ist aber maßgebend - Getreide ist ein wichtiger Vitamin B-Lieferant, diese Vitamine benötigt der Körper für einen intakten Eiwweißstoffwechsel. Daher esse ich es nach wie vor.
Habe gerade das Buch von Prof. Kollath - die Ordnung unserer Nahrung - vor mir liegen. Da steht z.B. folgendes: zitiere "die Geschichte des Getreides liefert uns den Beweis, daß der Mensch sich seine Nahrung entwickeln und züchten mußte. Dabei kamen die vielfältigen natürlichen Anlagen der WILDGRÄSER zum Vorschein.
Die Getreide gehören botanisch zu den Gräsern, die in ihrer Gesamtheit für die Erhaltung des Lebens der Menschen und auch der Tiere eine größere Bedeutung besitzen als alle anderen Pflanzen.
Die Urformen fanden sich zum größeren Teil im ostasiatischen Hochland, von wo sie sich mit der Wanderung der Menschen über Asien nach Afrika und Europa ausgebreitet haben.
Man darf wohl annehmen daß die einzelnen Gräserarten, aus denen sich später die Urgetreide entwickelten, sich nicht nur durch Mutationen, sondern auch aus zufälligen gegenseitigen Befruchtungen entwickelt haben." Zitat Ende.

Bin aber für alles offen, falls jemand eine Quelle nennen kann wo exakt die Inhaltsstoffe von Pflanzen und Früchten beschrieben sind und daraus hervorgeht, daß diese ebenso viele oder alle B-Vitamine wie das Getreide enthalten (mir sind insgesamt 14 bekannt) dann wäre das der Beweis der mir aktuell noch fehlt.

Servus Inge
orchidee
 

Re: Kritik an der Urmethodik?

von orchidee am Dienstag 30. März 2010, 23:27

Ergänzung:
-------------
Habe bei WIKIPEDIA im Internet recherchiert und bin fündig geworden. B-Vitamine 1 - 9 (auch unter den Bezeichnungen: Thiamin, Riboflavin, Niacon usw.) kommen im Getreide vor, aber auch - und darum geht es ja - in Broccoli, Löwenzahn, Datteln, grünen Blättern, teilweise auch in Obst z.B. Bananen, Avocados und auch Tomaten.

Brauche also keine weiteren Quellen, das reicht mir. Um also den Vitmain B-Anteil in der Nahrung zu decken braucht es offensichtlich das Getreide nicht, wenn man obengenannte Pflanzen/Obst zu sich nimmt.
Warum allerdings das Getreide (nicht das Weißmehlprodukt) für die Gesundheit nachteilig sein soll - erschließt sich mir nicht, weil die aufgeführten Krankheiten allesamt den üblichen Auszugsmehlprodukten angelastet werden müssen und nicht dem Vollkorn, egal ob als Brot oder Rohgetreide.

Servus Inge
orchidee
 

Re: Kritik an der Urmethodik?

von orchidee am Mittwoch 31. März 2010, 10:34

Liebe Brigitte,
wie ich oben bereits angeführt habe, das Getreide hat sich zu Urzeiten irgendwann aus den Gräsern entwickelt (evtl. auch entwickelt worden) wie so viele andere pflanzliche Lebensmittel auch, die uns heute zur Verfügung stehen.
Daher ist und bleibt es ein willkommenes und perfektes Naturprodukt, das weltweit für die Menschen als Nahrungsmittel dient.
Kenne keinen einzigen plausiblen Grund (meine eigenen sehr positiven Erfahrungen, aber auch jene weltweit bestätigen das) Getreide nur deshalb wegzulassen, weil einige Wenige es verteufeln mit der Begründung, die Urmenschen bzw. Affen hätten es nicht zur Verfügung gehabt. Wir leben nicht mehr in der Urzeit sondern im 21. Jahrhundert und können somit auf weltweite Produkte zugreifen - das ist doch wunderbar. Würden wir tatsächlich nur das als Nahrung verwenden was in der Urzeit vorhanden war (gab ja noch keinerlei weltweiten Transport), ja dann müßten wir auf sehr sehr viele heutige Pflanzen und Früchte verzichten.

Die ebenfalls genannten Gründe von Krankheiten durch Auszugsmehl-Produkte sind ein anderes Thema.
Servus Inge
orchidee
 

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Eichhörnchen am Mittwoch 31. März 2010, 10:51

Nun, ich würde mal folgendes sagen :

1) getreide wurde absichtlich mit gluten hochgezüchtet, was es verklumpen lässt und uns so belastet
2) der getreidekonsum wird und wurde übertrieben (im mittelalter bis zu 1 kg brot täglich), eventuelle fraßschutzstoffe sind somit in der überzahl - im gegensatz zu ein paar körnern, die vielleicht mal von einem wegerichstiel abgemampft werden.
3) das getreide wird gebacken und somit die eiweißstruktur denaturiert
4) wenn es nicht gebacken wird, sollte es in einem kropf vorkeimen; leider haben wir keinen, was uns als getreideesser disqualifiziert. keimen sei dann empfohlen - allerdings sind wir schnell wieder bei punkt 2: es wird oft viel davon verzehrt.
5) die lebensstoffe werden durch keimen im wasser nur ungenügend angeregt, da die erde fehlt. es entsteht ein mangelkeim.
6) getreide ist nur während einer kurzen periode im jahr verfügbar. es tagaus,tagein zu essen, könnte somit ebenfalls zu überkonsum führen.

:arrow: ich denke, getreide und samen an sich schaden uns nicht. aber unser umgang damit.
Liebe Grüße
Johannes
Benutzeravatar
Eichhörnchen
 
Beiträge: 125
Registriert: Dienstag 14. Oktober 2008, 21:29

Re: Kritik an der Urmethodik?

von orchidee am Mittwoch 31. März 2010, 13:11

Lieber Johannes,
wenn ich über Getreide schreibe meine ich das auch so, da wird nichts gebacken oder erhitzt. Verklumpt ist bei mir auch noch nichts. Ist doch absolut okay daß die damaligen Urmenschen es anhand der Gräser weiterentwickelt haben, die werden ihre Gründe gehabt haben bei der kargen Kost die denen damals zur Verfügung stand.
Ja und davon profitieren die Menschen rund um den Globus immer noch.

Servus Inge
orchidee
 

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Mary Brickenkamp am Mittwoch 31. März 2010, 16:10

Hallo, Inge,

natürlich würden die meisten hier Getreide zu ihrer Kost dazunehmen, wenn es keine b]esseren Alternativen gäbe. Aber es gibt sie. Du hast es doch selbst ergoogelt. Dein früheres Augument, dass in Getreide bestimmte Wertstoffe sind, die nicht in der Urkost seien, zieht nicht einmal mehr Dir selbst gegenüber, nicht wahr? ;)


orchidee hat geschrieben:Lieber Johannes,
wenn ich über Getreide schreibe meine ich das auch so, da wird nichts gebacken oder erhitzt. Verklumpt ist bei mir auch noch nichts.

.... Ein Argument, das auch alle fitten Normalos andauernd gegen den Einfluss der Ernährung generell auf die Gesundheit bringen, hm.... :lol:

Ist doch absolut okay daß die damaligen Urmenschen es anhand der Gräser weiterentwickelt haben, die werden ihre Gründe gehabt haben bei der kargen Kost die denen damals zur Verfügung stand.

Genau unter diesem Gesichtspunkt wird ja auch die Fleischkost immer begründet. :cry: Das hinreichend bekannte Totschlagargument: Wer kann es den armen hungernden Menschen verdenken, wenn sie sich ein Tier schnappen und essen, ehe sie selbst verhungern? :evil:

Ja, Inge, ich verurteilte niemand, der in Notsituationen Getreide oder gar Fleish und Milch konsumiert. Du siehst es doch: Die meisten Menschen - auch wenn sie noch so krank sind - wollen trotzdem weiterleben. Auch ich zählte mich dazu, wenn, ja, wenn ich nicht den Segen der Urkost erfahren hätte. :) Was wollen wir denn hier: Wollen wir hie bestätigen, dass es so gut ist, wie es ist, weil Getreideessen immer noch sinnvoller ist als zu verhungern, oder wollen wir hier die universal optimale Ernährungsform - die regelrecht durchgeführte Urkost - verbreiten??? :?: :?: :?: Ich persönlich plädiere für Letzteres. :D


Ja und davon profitieren die Menschen rund um den Globus immer noch.


Klar, die größten Profiteure der Getreidekost sind rund um den Globus die Pharma- und die Nahrungsmittelproduzenten. :twisted:

Liebe Grüße,
Mary
Liebe Grüße,
Mary


Wohl dem, der sich traut, selber zu denken und eigenverantwortlich zu handeln!
Mary Brickenkamp
 
Beiträge: 720
Registriert: Donnerstag 18. September 2008, 20:49

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Amelia am Mittwoch 31. März 2010, 17:19

Hallo Inge,

ich stimme Mary in allen Punkten zu. Darf ich fragen, wie alt du bist? Natürlich gibt es Menschen, bei denen sich Getreideverzehr nicht sofort negativ körperlich auswirkt, aber mit zunehmendem Getreideverzehr (einer der größten Fehler, die Veganer oft machen, wenn sie Fleisch und Milchprodukte weglassen und dann mangels Alternativen viel Reis, Brot, Soja und Nudeln essen) und über die Jahrzehnte kann es ganz arge Probleme geben. Es fängt u.U. mit Rückenverspannungen, allgemeinen Versteifungsgefühlen oder Verdauungsproblemen an und geht dann bis hin zu den rheumatischen Erkrankungen oder dergleichen. Oft genug werden diese Wehwehchen aufs Alter geschoben statt den Zusammenhang u.a. zum Getreide zu sehen. Auch Verschleimungen, z.B. in Form von Schnupfen, haben mit dem Getreideverzehr zu tun.

Liebe Grüße. Amelia
Amelia
 
Beiträge: 689
Registriert: Donnerstag 18. Dezember 2008, 07:01

Re: Kritik an der Urmethodik?

von orchidee am Mittwoch 31. März 2010, 18:06

Liebe Amelie,
kurz mein Steckbrief: im jugendlichen Alter von 16 Jahren war ich auf dem besten Wege übergewichtig zu werden, eine Scheibe Brot und ich legte an Gewicht zu. Im Elternhaus gab es die übliche "Normalkost" mit Süssigkeiten, Fleisch und Auszugsmehlprodukten. Mein Glück daß ich an einen Arzt für Naturheilverfahren (kein Heilpraktiker) geriet, der mir riet, meine Ernährung umzustellen (anstatt Auszugsmehlprodukte - Vollkorn, anstatt Süssigkeiten mehr Früchte, Nüsse usw..). Ja - und das habe ich dann gemacht und zwar konsequent. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, mein Stoffwechsel normalisierte sich und die Gewichtszunahme war gestoppt.
Und - das selbstgebackene Vollkornbrot, hin un wieder ein Frischkornbrei (Getreide eben) gehörte seitdem zu meinem festen Speiseplan, also ein Grundnahrungsmittel.
Werde im September 69!! Jahre und hatte noch niemals irgendwelche gesundheitlichen Probleme. Nicht mal Kopfweh oder Erkältungen. Habe die Wechseljahre absolut problemlos überstanden und immer Idealgewicht bei 1,62 mtr. Länge = 50 kg. Besitze kein Fahrzeug, mache alles zu Fuß und bin Bergsteigerin.
Ernähre mich seit etwa Anfang 20 konsequent Bio, kein Zucker, vegetarisch mit immer wieder veganen Phasen, alles roh seit ca. 6 Wochen.

Seit etwa 40 Jahren backe ich mein eigenes Vollkornbrot (Getreidemühle und Flocker), habe aber auch immer mal (ca. 2 x im Jahr seit ich vor 16 Jahren nach Berchtesgaden umgezogen bin) einen Saibling aus dem Königssee gegessen, auch mal ein Ei oder mal Milchprodukte,wenn z.B. der Käse im Bioladen allzu gelockt hat. Allerdings alles Tierische sehr sehr selten - und da habe ich irgendwann schon gemerkt, ich fühle moch noch besser ohne diese. Das gleiche gilt für die ausschließliche Rohkost, da gab es nochmals eine Steigerung des Wohlbefindes - ja und da bin ich jetzt angelangt.

Um zum Getreide zurückzukommen: kann beim besten Willen nichts Negatives an diesem Naturprodukt erkennen - bin mir daher sehr sicher daß es mich nicht negativ beeinflußt - sondern es tut mit gut. Nach etwa 40 Jahren denke ich - kann ich das beurteilen.

Es macht eben einen wesentlichen Unterschied - ob Auszugsmehl oder Vollkorn - oder auch hinsichtlich REIS, der in einigen asiatischen Ländern nur deshalb zu Krankheiten führte, nachdem man das Silberhäutchen (weißer Reis) entfernt hatte, ist alles hinlänglich bekannt und erforscht.
Servus Inge
orchidee
 

Re: Kritik an der Urmethodik?

von orchidee am Mittwoch 31. März 2010, 18:14

Noch etwas: Schnupfen sogenannte Verschleimungen - kenne ich nicht -. Es wird auch immer wieder das Naturprodukt Getreide oder Vollkornbrot mit Nudeln und anderen Auszugsmehlprodukten verwechselt, auch Du machst das. Auch Sojaprodukte sind natürlich abzulehnen, jeder der weiß wie diese hergestellt werden läßt die Finger davon, sie sind nicht mehr naturbelassen.
Habe auch schon oft gehört daß viele Veganer zwar tierfrei leben, aber trotzdem nicht gesünder - aus eben den von Dir genannten Gründen.

Trifft aber auf mich absolut nicht zu, deshalb habe ich kurz meinen Steckbrief veröffentlicht.

Servus Inge
orchidee
 

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Amelia am Donnerstag 1. April 2010, 08:56

Liebe Inge,

danke für die Beschreibung deines Ernährungswerdegangs. Jetzt kann ich mir eher ein Bild über dich machen. Es wundert mich ehrlich gesagt, dass du Getreide so gut verträgst. Vielleicht kompensiert dein Körper einiges, weil er nicht so vorbelastet ist bzw. du dich körperlich forderst.

Auszugsmehle sind schlechter als Vollkornmehle, das ist klar, aber mein Kenntnis- und Erfahrungsstand ist der, dass beides nicht gut für uns ist.
Wie ich aber schon geschrieben habe, kommt es natürlich auch immer auf die Gesamtmenge und Dauer bzw. die restliche Zusammensetzung der Nahrung an. Ich könnte mir vorstellen, dass du vielleicht nochmal eine Steigerung im Wohlbefnden erlebst, wenn du das Getreide auch noch weglässt - ähnlich wie du dise erlebt hast als du auf Rohkost umgestiegen bist.

Die Gründe dafür, dass Getreide für uns nicht optimal ist, haben die anderen ja schon erläutert. Ich schließe mich da an.

Wünsche dir einen sonnigen Tag! :D Amelia
Amelia
 
Beiträge: 689
Registriert: Donnerstag 18. Dezember 2008, 07:01

Re: Kritik an der Urmethodik?

von orchidee am Donnerstag 1. April 2010, 09:25

Liebe Amelia, danke für Deine Stellungnahme. Liebe Mary, Du hast es nochmal auf den Punkt gebracht. Du und Brigitte, evtl. noch einige wenige hier, "wollen" konsequent so leben wie in der Urzeit und wenn ich Franz Konz glauben darf, bedeutet das: etwa 75% Früchte, 5% Wurzeln, Samen,Insekten und 20% Wildpflanzen.
Damit fällt nicht nur das Getreide weg, sondern auch alle Sorten Nüsse, Sonnenblumenkerne einschl. der Kokosnuss, sowie sämtliche Gemüse (Kohlsorten, Zwiebeln, Knoblauch usw.)

Wie ich z.B. hier im Forum erfahtren habe, lebt das aber kaum einer in der Praxis so konsequent. Der Grund ist natürlich: wir leben nicht mehr in der Urzeit, auch wir Menschen haben uns im Laufe der Jahre verändert (angepaßt) um zu überleben.

Daher habe ich für mich entschieden ab sofort meine Ernährung nicht mehr Urkost zu nennen (stimmt genau genommen nicht) sondern "vegane Rohkost" das paßt besser.

Lieben Gruß und nochmals danke für die rege Diskussion.
Servus Inge
orchidee
 

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Brigitte Rondholz am Donnerstag 1. April 2010, 10:06

orchidee hat geschrieben:Liebe Amelia, danke für Deine Stellungnahme. Liebe Mary, Du hast es nochmal auf den Punkt gebracht. Du und Brigitte, evtl. noch einige wenige hier, "wollen" konsequent so leben wie in der Urzeit und wenn ich Franz Konz glauben darf, bedeutet das: etwa 75% Früchte, 5% Wurzeln, Samen,Insekten und 20% Wildpflanzen.


Nein, Insekten gehören natürlich nicht zur Urkost, sondern werden höchstens versehentlich mitgegessen, wenn sie sehr klein sind.

Damit fällt nicht nur das Getreide weg, sondern auch alle Sorten Nüsse, Sonnenblumenkerne einschl. der Kokosnuss, sowie sämtliche Gemüse (Kohlsorten, Zwiebeln, Knoblauch usw.)


Auch dies ist nicht ganz richtig.

Kokos"nüsse", sind keine Nüsse, sondern Früchte der Kokospalme (sie gehören zu den Steinfrüchten) und werden von uns Urmethodikern hoch geschätzt, wie du wissen könntest. : http://www.baumpruefung.de/Kinder/lutz_linde_05.html

Nüsse schränkt F.K. nur quantitativ ein und Gemüse ebenso. Natürlich kannst du sie essen!



Wie ich z.B. hier im Forum erfahtren habe, lebt das aber kaum einer in der Praxis so konsequent.


Warum sollte man auch etwas leben, was DU zwar so verstehst, aber so nicht ist. :o

Daher habe ich für mich entschieden ab sofort meine Ernährung nicht mehr Urkost zu nennen (stimmt genau genommen nicht) sondern "vegane Rohkost" das paßt besser.


Das ist doch fein, aber ich fürchte, dass wird die Getreideesserei auch nicht besser machen. ;)

Generell gesprochen finde ich solche Diskussionen mehr als überflüssig, das sind Detailfragen, die jeder, der denken kann und ein paar Jahr auf dem urköstlichen Buckel hat, schon selber herausfinden - kein Grund zum Streit oder für Rechthaberei.

Es gibt Wichtigeres!

Zum Beispiel die Menschen zu überzeugen, dass das Fleischessen für sie, für die Tiere und unsere gesamte Mitwelt von Übel ist.
Beste Grüße - Deine Brigitte
Warum vegan? Hier findest Du die Gründe! MENSCH- mach die Augen auf!

Die Naturköstler - der Blog oder Mail an:
Brigitterondholz@t-online.de
Benutzeravatar
Brigitte Rondholz
Administrator
 
Beiträge: 3204
Registriert: Sonntag 18. Mai 2008, 23:03

Re: Kritik an der Urmethodik?

von orchidee am Donnerstag 1. April 2010, 18:19

Liebe Brigitte,
die Diskussion ist ja erst dadurch entstanden indem man mir vom Getreide abgeraten weil man es im KONZ so gelesen hat. Und natürlich mußte ich nach einer Begründung fragen und was da gekommen ist, hat mich nicht überzeugt. Aber Du hast recht, es gibt Wichtigeres.

Also lassen wir das leidige Thema für alle Zeiten ruhen, mal sehen wie sich alles entwickelt.

Thema Wildkräuter: hätte nie gedacht wie aromatisch und geschmackvoll diese sind, was ist mir da alles entgangen? Aber besser spät als nie! Jetzt weiß ich auch warum ich den üblichen Blattsalat eigentlich nie richtig mochte, er ist absolut fad. Dann früher auch noch mit etwas (zwar sehr gutem) Olivenöl zubereitet, aber entweder nahm ich zu wenig oder es war zu viel, also selten das richtige Maß und entsprechend war der Genuß - eher mäßig. Daher auch relativ selten gegessen.
Inzwischen gibt es keine Oele mehr, stattdessen Avocados oder Nüsse, letztere fein gemahlen mit zerkleinertern Wildpflanzen und weiteren (sehr gerne Tomaten, Broccoli usw.) aber auch klein geschnittenen Schalotten, frischem Knoblauch, Lauch usw. und einer (sehr) kleinen Prise Steinsalz. Diese Salate schmecken hervorragend und ich bin mit einer kleinen Schale rundherum satt, was auch vorhält.

Bin mir sicher wenn Menschen, die alles Rohe ablehnen weil es angeblich nicht schmeckt, wüßten daß genau das Gegenteil Fakt ist, sie würden lieber heute als morgen die Umstellung vornehmen. Aber aus Voreingenommenheit kommt es meistens nicht dazu, total schade.

Servus Inge
orchidee
 

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Amelia am Freitag 2. April 2010, 00:37

Liebe Inge,

orchidee hat geschrieben:Bin mir sicher wenn Menschen, die alles Rohe ablehnen weil es angeblich nicht schmeckt...


für die meisten Menschen bedeutet Rohkost eine Mischung aus Gurken, Tomaten und Paprika. Wie vielfältig sie tatsächlich ist, machen sie sich gar nicht bewusst.
Da kommt ja dann schonmal die ungläubige Frage: "Wie, Sie essen NUR Paprika und Gurken?" oder "Dann kann man ja GAR nichts mehr essen..." :mrgreen:

LG. Amelia
Amelia
 
Beiträge: 689
Registriert: Donnerstag 18. Dezember 2008, 07:01

Re: Kritik an der Urmethodik?

von orchidee am Freitag 2. April 2010, 10:52

Liebe Amelia,
leider ist das so, selbst direkt um mich herum gibt es jede Menge Beispiele, eigentlich bin "ich" die absolute Ausnahme. Aber diese Ausnahme bezieht sich auch auf die GESUNDHEIT - ja und dann bin ich gerne die Ausnahme. :lol: Aber auch spätestens nach der BSE-Krise ist deutlich geworden, die Frage der Menschen war: "was kann man denn jetzt noch essen"?, Also das sagt alles. Mein eigener Neffe - auch Hobbykoch - hängt am (täglichen) Fleisch. Da reicht mein Einfluß leider nicht, auch weil er in NRWund ich weitweg in Oberbayern lebe.
Übrigens - auch dieser Schritt (mein Umzug von NRW/Recklinghausen nach Oberbayern/Berchtesgaden) war die Umsetzung meines Wunsches nach besserer Lebensqualität (saubere Luft, bestes Quellwasser und eine Naturlandschaft, in der ich wandern und bergsteigen kann so oft ich will.)
Diese Konsequenz begleitet mich mein Leben lang. Bei der Ernährung war es ebenso, nachdem ich wußte was alles falsch war, habe ich das sofort geändert. Fazit:
meine uneingeschränkte Gesundheit und Lebensqualität dankt es mir!

Kann also jedem nur raten "konsequent" zu sein, es lohnt sich.
Servus Inge
orchidee
 

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Bananine am Freitag 2. April 2010, 20:44

Amelia hat geschrieben:für die meisten Menschen bedeutet Rohkost eine Mischung aus Gurken, Tomaten und Paprika. Wie vielfältig sie tatsächlich ist, machen sie sich gar nicht bewusst.
Da kommt ja dann schonmal die ungläubige Frage: "Wie, Sie essen NUR Paprika und Gurken?" oder "Dann kann man ja GAR nichts mehr essen..." :mrgreen:
LG. Amelia


Hallo Amelia!
Vielleicht sollte man den "Normalos" auch mal vor Augen halten, daß es ja nicht gerade sehr abwechslungsreich zugeht, wenn man morgens Brötchen mit Marmelade, am Mittag Kartoffeln, Fleisch und für´s Auge gekochtes Gemüse und am Abend eine Wurststulle verdrückt. Wo ist denn da die Abwechslung und die Vielfalt? Im Grunde kaufen sie doch auch jede Woche dasgleiche.
Wir hingegen haben zig verschiedene Wildis im Angebot (statt heute Schweinebraten und morgen Putenschenkel), statt 2 Obstsorten mindestens 9 und viele andere Köstlichkeiten auf unserem Ernährungsplan!
Liebe Grüße
Sabine
Bananine
 
Beiträge: 344
Registriert: Sonntag 16. November 2008, 21:18

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Brigitte Rondholz am Samstag 3. April 2010, 14:19

orchidee hat geschrieben:Liebe Brigitte,
die Diskussion ist ja erst dadurch entstanden indem man mir vom Getreide abgeraten weil man es im KONZ so gelesen hat.


Das ist so nicht richtig. Ich habe Dir viele Begründungen außerhalb des GGK gegeben, warum wir Menschen keine Körneresser sind.


Liebe Inge,

Du bist noch absoluter Neuling bei der Urmethodik, auch ich konnte nicht alles von Anfang an begreifen.

Lass dir Zeit, es wird schon noch!

Nur als Neuling sollte man nicht immer versuchen, die alten Hasen zu übertrumpfen, das kommt meist nicht so gut an.

In diesem Sinne, erlaube ich mir dieses abschließende Statement zum Getreide als Schlusswort, denn es gibt wirklich Wichtigeres.

Wenn Dir die Körner schmecken, nur zu.
Beste Grüße - Deine Brigitte
Warum vegan? Hier findest Du die Gründe! MENSCH- mach die Augen auf!

Die Naturköstler - der Blog oder Mail an:
Brigitterondholz@t-online.de
Benutzeravatar
Brigitte Rondholz
Administrator
 
Beiträge: 3204
Registriert: Sonntag 18. Mai 2008, 23:03

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Brigitte Rondholz am Samstag 3. April 2010, 14:25

[quote="Bananine"

Vielleicht sollte man den "Normalos" auch mal vor Augen halten, daß es ja nicht gerade sehr abwechslungsreich zugeht, wenn man morgens Brötchen mit Marmelade, am Mittag Kartoffeln, Fleisch und für´s Auge gekochtes Gemüse und am Abend eine Wurststulle verdrückt. Wo ist denn da die Abwechslung und die Vielfalt? Im Grunde kaufen sie doch auch jede Woche dasgleiche.[/quote]


Sehr treffend beobachtet - es gibt nix langweiligeres als Kochkost. Und das sage ich als ehemalige Gourmet-Hobby-Köchin. Ich kenne alle ihre Tricks, unsere Nahrung zu verändern und zu verbessern (verschlimmbessern). *gähn* ... what a waste of time ... :lol:

Nein, die Natur ist der bessere (und abwechslungsreichere ) "Koch" - wirklich gute Köche wissen dies auch! :mrgreen:
Beste Grüße - Deine Brigitte
Warum vegan? Hier findest Du die Gründe! MENSCH- mach die Augen auf!

Die Naturköstler - der Blog oder Mail an:
Brigitterondholz@t-online.de
Benutzeravatar
Brigitte Rondholz
Administrator
 
Beiträge: 3204
Registriert: Sonntag 18. Mai 2008, 23:03

Re: Kritik an der Urmethodik?

von 'themen am Donnerstag 15. März 2012, 10:18

Langsam verstehe ich Urkost besser:
Getreide und Vollkorngetreide ist gut bis sehr gut,

noch besser ist es,
auch das noch
:) weg zu lassen.
Jürgen
'themen
 

Re: Kritik an der Urmethodik?

von DieBol am Donnerstag 15. März 2012, 17:50

Hallo zusammen,
in letzter Zeit wurde mir mehrmals die Frage gestellt: "Wie passt den Orkos u.a. zur Urkost bzw. Urmethodik. Im heimischen Wald Wildes sammeln und aus Südostasien oder sonst woher übers Internet Südfrüchte etc. bestellen?"
Ehrlich gesagt, habe ich mir die Frage auch schon gestellt. Nach reiflichem Überlegen bin ich schließlich zu dem Entschluss gekommen, dass diese Art von Essensbesorgung nichts mir der Urmethodik gemein hat. Wildis sammeln und exotische Früchte bestellen, passt meines Erachtens einfach nicht zusammen. Ganz davon abgesehen, dass es "schweineteuer" ist.
Was meint Ihr dazu? Bitte zerrupft mich nicht allzu sehr. Es ist halt ein Umstand, der mich beschäftigt.
Viele Grüße an Alle Dieter
Das Leben ist schwer genug - also lege keine neuen Gewichte dazu
DieBol
 
Beiträge: 29
Registriert: Dienstag 6. Dezember 2011, 14:33
Wohnort: 73061 Ebersbach an der Fils

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Horst E am Donnerstag 15. März 2012, 18:26

Das passt wohl zusammen.Denn wir stammen ursprünglich aus den Tropen, man merkt Du hast Dich noch nicht richtig eingelesen.
Horst E
 
Beiträge: 4120
Registriert: Freitag 18. Februar 2011, 14:45

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Amelia am Freitag 16. März 2012, 08:33

Ich bestelle sehr selten (phasenweise) exotische Früchte (bisher nur bei p4f und Tropenkost) und esse viel heimische Kost. Ganz ohne exotische Früchte komme ich aber keineswegs aus, ich kaufe sie dann nur eher im Bioladen oder anderen Läden. Immerhin, was viele vergessen, ist eine "simple" Banane bereits "exotisch", wir haben uns nur daran gewöhnt, dass es sie seit Jahrzehnten zur steten Verfügung in unseren Geschäften gibt, so dass viele sie schon fast als heimische Frucht ansehen ;) . Ich erwähne das immer wenn sich mal wieder jemand darüber aufregt, dass es bei uns schon im Februar Erdbeeren aus Spanien zu kaufen gibt.
Auch Zitronen, Orangen, Avokados usw. sind exotische Früchte und ich könnte mir eine urköstliche Ernährung ohne sie nicht vorstellen. Daher esse ich sie auch :D .
Amelia
 
Beiträge: 689
Registriert: Donnerstag 18. Dezember 2008, 07:01

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Brigitte Rondholz am Freitag 16. März 2012, 12:27

Amelia hat geschrieben:Ich bestelle sehr selten (phasenweise) exotische Früchte (bisher nur bei p4f und Tropenkost) und esse viel heimische Kost. Ganz ohne exotische Früchte komme ich aber keineswegs aus, ich kaufe sie dann nur eher im Bioladen oder anderen Läden. Immerhin, was viele vergessen, ist eine "simple" Banane bereits "exotisch", wir haben uns nur daran gewöhnt, dass es sie seit Jahrzehnten zur steten Verfügung in unseren Geschäften gibt, so dass viele sie schon fast als heimische Frucht ansehen ;) . Ich erwähne das immer wenn sich mal wieder jemand darüber aufregt, dass es bei uns schon im Februar Erdbeeren aus Spanien zu kaufen gibt.
Auch Zitronen, Orangen, Avokados usw. sind exotische Früchte und ich könnte mir eine urköstliche Ernährung ohne sie nicht vorstellen. Daher esse ich sie auch :D .


Grundsätzlich kann ich das alles nur unterschreiben, die meisten, die "exotischen Früchte" ablehnen, beißen doch mit Genuss in eine Banane! :lol:

Allerdings habe ich diesen Winter mal ein interessantes Experiment gemacht und persönlich nur noch sehr selten Tropenfrüchte gegessen (meinen Gästen tische ist sie natürlich auf!) einfach, um die Sprüche zu widerlegen, dass die Urkost NUR mit Tropenfrüchten ginge. DAS stimmt mit Sicherheit nicht.

Ich werde bald mal ausführlicher darüber berichten.
Beste Grüße - Deine Brigitte
Warum vegan? Hier findest Du die Gründe! MENSCH- mach die Augen auf!

Die Naturköstler - der Blog oder Mail an:
Brigitterondholz@t-online.de
Benutzeravatar
Brigitte Rondholz
Administrator
 
Beiträge: 3204
Registriert: Sonntag 18. Mai 2008, 23:03

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Solveig am Samstag 17. März 2012, 21:09

Brigitte Rondholz hat geschrieben:Allerdings habe ich diesen Winter mal ein interessantes Experiment gemacht und persönlich nur noch sehr selten Tropenfrüchte gegessen (meinen Gästen tische ist sie natürlich auf!) einfach, um die Sprüche zu widerlegen, dass die Urkost NUR mit Tropenfrüchten ginge. DAS stimmt mit Sicherheit nicht.

Ich werde bald mal ausführlicher darüber berichten.[/color][/b]

Liebe Brigitte,
auf den Bericht freu ich mich schon! Denn ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass ich nur mit Tropenfrüchten (Durian!) richtig satt werde. Ein paar Tage geht es ohne, aber dann "brauche" ich sie wieder....
Liebe Grüße
Solveig
Solveig
 
Beiträge: 302
Registriert: Donnerstag 2. Dezember 2010, 22:43

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Kornblume am Sonntag 18. März 2012, 05:36

Hallo liebe Brigitte,
....einfach, um die Sprüche zu widerlegen, dass die Urkost NUR mit Tropenfrüchten ginge. DAS stimmt mit Sicherheit nicht.

Nur mit Tropenfrüchten geht nicht. Man bekommt nämlich mit der Zeit Verstopfung. Kombiniert mit Gün, Wildkräutern optimal!!! Interessant wäre natürlich, ob es nur mit Wildkräutern geht. Vielleicht für ein Anfänger nicht ratsam, aber etwas für Fortgeschrittene...um den Wildkräuteranteil zu erhöhen.

Viele liebe Grüße
Das Unermessliche und Unendliche ist für den Menschen ebenso notwendig wie dieser kleine Planet, auf dem er lebt.
Dostojewski, F. M.
Benutzeravatar
Kornblume
 
Beiträge: 435
Registriert: Sonntag 30. Januar 2011, 00:35

Re: Kritik an der Urmethodik?

von DieBol am Sonntag 18. März 2012, 10:32

Mich würde mal interessieren, wer denn behauptet, dass Südfrüchte nicht zur Urkost gehören? Grüße Dieter
Das Leben ist schwer genug - also lege keine neuen Gewichte dazu
DieBol
 
Beiträge: 29
Registriert: Dienstag 6. Dezember 2011, 14:33
Wohnort: 73061 Ebersbach an der Fils

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Horst E am Dienstag 20. März 2012, 16:47

Das erklärt uns manch sozialromantischer, "ökobewußter" Fleischesser, aber der Verzehr von Tropenfrüchten ist doch umweltschädlich, sie verkennen dabei dass der Tierleidproduktkonsum viiel schädlicher ist für die Menschen, für unsere Mitgeschöpfe und auch für die Mutter Erde, ergo die Umwelt.
Horst E
 
Beiträge: 4120
Registriert: Freitag 18. Februar 2011, 14:45

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Horst E am Montag 26. März 2012, 22:33

Ja wir kommen aus den Tropen.

Auch diese südasiatischen Früchte können wir für unsere Gesundheit nutzbar machen, auch wenn sie nicht ursprünglich afrikanisch sind. Wo ist also dein Problem?
Mache dir doch nicht so unnütze Gedanken/Sophistereien. Das bringt einen doch nicht weiter.

Ja klar, diese Wildpflanzen sind unsere von der Schöpfung zu gedachte Ernährung. Übrigens in den Tropen gibt es auch Wildpflanzen.

Seltsame Frage, weil es nicht unser Lebensraum ist. Oder willst du in einer Eiswüste/oder in der trockenen Sahara leben?
Der Bär ist Allesesser, oder vermehrt fleischköstler, wir sind friedliche Pflanzenfrischköstler.
Fazit:"Trage keine Sorge und genieße die wundervolle Urkost in ihrer ganzen vielfalt."
LG
Horst E
 
Beiträge: 4120
Registriert: Freitag 18. Februar 2011, 14:45

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Horst E am Montag 26. März 2012, 23:15

Natürlich können/besser gesagt müssen wir die hier wachsenden Wildpflanzen essen.
Die Eskimos/San leiden wegen ihrer einseitigen Kost an Mangelernährung. Die Eskimos werden nur selten alt, wegen ihrem hohen Fleischverzehr. Viele machen auch schon als Kinder und Jugendliche Selbstmord, das liegt zum einen an ihrer Ernährung, westlichem Einfluss, aber auch an Mangel an Sonnenlicht.
Wenn du bei einem Naturvolk leben willst, so rate ich dir zu den Bishnoi in Indien zu ziehen.
Jeder Bär verzehrt in der freien Wildbahn seine ihm von der Schöpfung zugedachte Ernährung.
Man soll sich nicht so Gedanken machen in der Art, was wäre wenn..., alle plötzlich kein Schwein essen würden; alle Veganer werden würden. Das ist unrealistisch und bringt einen NICHT weiter. Wichtige Fragen sind, was ist sehr gut für die Gesundheit meiner Kinder/meiner Familie/von mir. Wie kann ich mich vor schädlichen Dingen schützen. Wie führe ich liebenswerte Menschen zur gesunden Lebensführung? Wie bleibe ich weiterhin gesund? Was kann ich im Kleinen tun, dass unsere Welt auch für zukünftige Generationen lebenswert ist?Wie mache ich mich stark für unsere liebenswerten Mitgeschöpfe die Tiere, die unbeweinten Kreaturen. Was kann ich gegen das grauenvolle Schächten/gegen Tierquälerei generell tun? Was kann ich für die Mitgeschöpfe tun, wie kann man etwa ein Tierversuchs-oder Schächtverbot erreichen? Wie kann ich mich für eine sauberere Umwelt einsetzen etc.
Horst E
 
Beiträge: 4120
Registriert: Freitag 18. Februar 2011, 14:45

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Horst E am Montag 26. März 2012, 23:21

Mach dir keinen Kopf um vergangene Zeiten, lebe im Hier und jetzt.Soll kein Tadel sein, nicht falsch verstehen, das ist nur ein Tipp.
Horst E
 
Beiträge: 4120
Registriert: Freitag 18. Februar 2011, 14:45

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Horst E am Dienstag 27. März 2012, 12:15

Das sind doch verschiedene Arten, kann man nicht vergleichen.
Ganz einfach durch Flucht vor anderen Völkern, siehe die San. Das entscheiden wir, bzw, im Kindesalter die Eltern.
So ist es, oder meinst Du der Mensch sollte in einer Eiswüste leben, nur Fleisch, Fisch, tierisches Fett,"Meeresfrüchte" und wenn er Glück hat paar Algen und in manchen besseren Regionen im Sommer ein bißchen Obst essen.Nein, das ist Mangelkost.
Genauso ist es Mangelkost, wenn man nur von Milch, Joghurt, Blut, Fleisch, Hirse, von wenigen Beeren und kaum Obst lebt.Das die Eskimos und Massai so alt werden, ist ein Mythos.
Welche Quellen meinst Du?
Horst E
 
Beiträge: 4120
Registriert: Freitag 18. Februar 2011, 14:45

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Horst E am Dienstag 27. März 2012, 12:21

Horst E
 
Beiträge: 4120
Registriert: Freitag 18. Februar 2011, 14:45

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Horst E am Donnerstag 12. April 2012, 20:19

Nein, beweist er nicht.
Keinesfalls, Pygmäen sind auch Wildbeuter, sie töten leider auch Elefanten, Antilopen, Nagetiere, Affen(inklusive Menschenaffen) und Vögel, keinesfalls Vorbilder für die Urkost. Sie essen reichlich Fleisch.
Die Massai werden auch nicht sooo alt, ihre Ernährung besteht aus Milch(produkten), Blut, Fleisch( sehr selten), Hirse, Mais, wenig Beeren und noch weniger Wildpflanzen und Obst.
Wohl habe ich den Artikel gelesen, ich will darauf hinaus, dass auch (fleischessende) Naturvölker nicht sehr alt werden und alles andere als gesund sind. Ich will klar machen, dass es pure Sozialromantik ist, dieses Leben dieser hart-arbeitenden,karg-lebenden Menschen zu idealisieren, indem man sagt:"Oh, ich will gerne bei den Massai,San, Afar, Pygmäen etc. leben."
Die Gründe ihrer Krankheiten und ihrem viel zu frühen Tode sind folgende: 1. Harte, knallharte körperliche Arbeit.
2. Falsche Kost, reichlich Fleisch bei den Pygmäen
Blut, Milch, Fleisch bei den Massai.
3. Mangelkost, wenig Auswahl, Hunger bis karge
Kost
4. Extremes Klima/mangelnde Hygiene
5. Gesundheitsschädliche Praktiken
Horst E
 
Beiträge: 4120
Registriert: Freitag 18. Februar 2011, 14:45

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Horst E am Donnerstag 12. April 2012, 20:48

Horst E
 
Beiträge: 4120
Registriert: Freitag 18. Februar 2011, 14:45

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Horst E am Donnerstag 12. April 2012, 21:29

Ich hätte ein Bild von Urvölkern aus kolonialistischer Zeit, ich würde eher sagen, ich habe ein realistisches Bild. empfehle mir bitte Literatur. Nenne mir bitte die riesige Auswahl an Speisen.

Stimmt, habe ich aber auch nie behauptet. Viele leben mit gekochten Speisen/Tierleidprodukten.Aber das Urvolk der Bishnoi in Indien lebt vegetarisch(Obst,Hirse, Mais, Gemüse, Salate,Wildpflanzen/kräuter, Milch(produkte).
Wie sie nun gelebt haben weiß ich nicht. Das andere Umstände als die Ernährung ebenfalls einen raschen Tod evozieren könnten, liegt durchaus nahe(Kriege; Naturkatastrophen etc.)
Nicht die ganze Palette ihrer Ernährung ist falsch, aber ein Teil. Oder willst du mir sagen das rohes Blut, Fleisch, Fisch,Eier Milch mit zur artgerechten Menschennahrung gehört?
Die Beweggründe habe ich aufgezählt, siehe meinen vorigen Text. Unter anderem ist reichlich Fleisch(inklusive auch das welches die Pygmäen essen) NICHT gesund. Das sind natürlich nicht nur die einzigen Faktoren, warum viele Urvölker nicht alt werden.

Urkostparadies ist übertrieben, der Regenwald bietet nicht diese Überfülle. Ich erwähnte nie, dass sie im Urkostparadies leben.
Horst E
 
Beiträge: 4120
Registriert: Freitag 18. Februar 2011, 14:45

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Horst E am Donnerstag 12. April 2012, 21:37

Was da los ist, weiß ich nicht. Am Besten du fragst die Pygmäen mal selbst.
Horst E
 
Beiträge: 4120
Registriert: Freitag 18. Februar 2011, 14:45

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Horst E am Donnerstag 12. April 2012, 21:48

Empfehle mir bitte Literatur und zähle die Nahrungsfülle der San auf. Mir fällt ein, dass sie wasserreiche Knollen zu sich nehmen,Wildpflanzen(eher rar), Hirse(neuerdings) Wassermelonen, wenig Obst und Gemüse und mehrheitlich Fleisch(Notnahrung).
Horst E
 
Beiträge: 4120
Registriert: Freitag 18. Februar 2011, 14:45

Re: Kritik an der Urmethodik?

von Horst E am Donnerstag 12. April 2012, 22:06

Ich bin auch völkerkundlich interessiert und kenne mich ein bißchen aus, die San lebten nicht IMMER in der menschenfeindlichen Kalahari-Wüste. Sie flohen nämlich vor den Bantu (vor Ermordung und Sklaverei) in diese unwirtliche, menschenfeindliche Region.Meine These bleibt bestehen, Wüsten sind keine lebensräume für Menschen.
Horst E
 
Beiträge: 4120
Registriert: Freitag 18. Februar 2011, 14:45

Nächste

Zurück zu Kritik

cron