Bitte um Büchervorschläge

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Bitte um Büchervorschläge

von Tanja am Donnerstag 1. Oktober 2015, 10:49

Guten Morgen!

Ich habe schon lange nicht mehr geschrieben. Es wird sich sicher niemand mehr an mich erinnern.

Mittlerweile habe ich die Heilpraktikerüberprüfung bestanden und bin gerade dabei, meine Praxis zu eröffnen. Ein Schwerpunkt soll die Beratung und Behandlung von Krebspatienten sein.
Ich werde ihnen natürlich nahelegen, je nach Bereitschaft, auf die Urkost umzusteigen. Ich werde ihnen viel erklären, möchte aber auch, daß sie sich zu Hause selbstverantwortlich weiter informieren. Deshalb überlege ich, welche Bücher ich ihnen vorschlagen kann. Es gibt ja sicher einiges neues, seit ich mich, bei meiner Umstellung vor 13 Jahren, selber informiert habe.
Der GGK ist sicher eine gute Idee, aber für viele wohl auch zu teuer und umfangreich, für den Anfang.
Kann mir jemand ein paar Bücher empfehlen, in denen erstens die Urkost oder Rohkosternährung vernünftig erklärt wird, und in denen zweitens auch Bezug auf schwere und bedrohliche Erkrankungen genommen wird? Brigittes Buch habe ich leider verliehen, bevor ich es gelesen habe, und noch nicht zurück (so seit zwei Jahren, grummel). Wäre das geeignet?
Es muß nicht genau auf die Urkost zugeschnitten sein. Das schränkt ja die Auswahl etwas ein. Zu den Feinheiten der Urkost würde ich selber einiges erzählen.

Danke schon mal :)

Viele Grüße
Tanja
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Re: Bitte um Büchervorschläge

von Mary Brickenkamp am Donnerstag 1. Oktober 2015, 14:58

Liebe Tanja,

erst einmal: Herzlichen Glückwunsch zur Heilpraktikerin. :knuddel:

Um ungestört und zu einer Dir genehmen Zeit nach den gewünschten Büchern zum stöbern empfehle ich Dir auf die Website der online-Buchhändler zu gehen. So z.B. Thalia.de, weltbild.de, e-book.de .... und wie sie alle heißen. :) Seit ich "notorische" ebook-Leserin bin, habe ich diese Möglichkeit sehr zu schätzen gelernt. Neulich habe ich dort den Titel "Krebszellen mögen keine Himbeeren"entdeckt. Schon der Titel sagte mir, dass der inhalt nicht an meiner Einstellung vorbeigehen kann. Auch das Inhaltsverzeichnis sagt mir sehr zu. Schon allein der Hinweis, dass Vorbeugen immer besser als Heilen ist, ist einfach niemals von der Hand zu weisen.

Wenn die Klienten erst einmal Krebs haben ist es ein schier fast unmögliches Unterfangen sie durch eine strikte Umstellung auf Urkost heilen zu wollen. Präziser ausgedrückt: Sie zu der Überzeugung führen zu wollen sich selbst entsprechend der Naturmethodik heil werden zu lassen. Abgesehen davon, dass diese Patienten - wenn sie zu Dir kommen - schon in längeren schulmedizinischen Vergiftungsmßnahmen stecken und dem entsprechend immungeschädigt sind fehllt ihnen einfach die Zeit zu experimentieren, sich Rückfälle leisten zu können usw.. Selbst wenn Du jemanden überzeugen kannst: Wenn sein/ihr Krebs doch nicht zu stoppen ist, dann gibt man Dir als HP indirekt die Mitschuld von wegen: Das hätte man ihm/ihr doch wohl ersparen können. Ich frage mich wirklich immer wieder, warum ein solcher Einwand niemals an erfolglosen Chemo- und Bestrahlungstherapeutikern gewandt wird. Bei denen wird behauptet: "Die Ärzte haben alles getan, was menschenmöglich war...." Ein Witz, wenn ich bedenke, dass man sie mit Kartoffelbrei und Bratwurst füttert und ein Verlangen nach einem simplen Tomatenbrot mit dem Argument ignoriert: "Sie sind hier im Krankenhaus. Sie können sich hier nichts wünschen....." Diese arme ganz von Metastasen betroffene Person behält aber nur Tomatenbrot bei sich. Es ist eine Schande, was in vielen Krankenhäusern abgeht! Und trotzdem setzen die meisten Krebspatienten - so auch diese Person - weiterhin auf Chemo und Bestrahlung, obwohl ihr Zustand immer schlimmer statt besser wird. Und warum setzen die Geplagten weiterhin bis zur bitteren Neige auf diese Chemiegifte und Verstrahlung? Weil Doktoren und Professoren ihnen erzählen: "Wir können Ihren Krebs zwar nicht heilen, aber wir können Sie mit diesen Therapien stabilisieren." Ehrlicherweise hätten sie sagen sollen: "Wir können unsere Einnahmen durch Sie stabilisieren."

Darum, Ihr Lieben, oriientiiert Euch in guten Zeitenan einer natürlichen Lebensweise!
Da sehe ich schon eher bei allen Arten von Vorstufen von Krebs eine Chance für Dein Wirken.

Brigittes Buch ist in jedem Fall zu empfehlen.
Liebe Grüße,
Mary


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Re: Bitte um Büchervorschläge

von alfonso hondo am Sonntag 4. Oktober 2015, 03:22

Tanja hat geschrieben:Guten Morgen!

Ich habe schon lange nicht mehr geschrieben. Es wird sich sicher niemand mehr an mich erinnern.

Mittlerweile habe ich die Heilpraktikerüberprüfung bestanden und bin gerade dabei, meine Praxis zu eröffnen. Ein Schwerpunkt soll die Beratung und Behandlung von Krebspatienten sein.

Ganz ganz viel Erfolg mit deiner Praxis wünsche ich dir. Mit büchern kann ich leider Nicht dienen, da ich "nur" in anführungs zeichen den großen konz gelesen habe und das hat mir die augen geöffnet. Das Buch von der lieben Brigitte kenne ich leider noch nicht, ich muss mal meine Freundin fragen ich glaube die hat das. das will ich auf Jeden Fall noch lesen. Oder ich kaufe es mir, hat ja die liebe Mary schon geschrieben das man im Internet auch ebocks bekommt. aber ich weiß nicht ob das buch von brigitte auch so zu bekommen ist.
aber grade krebs oh das ist schwer ich glaube wenn du da nicht aufpasst dann bisst du hinterher schuld wenn die leute nicht nach der urkost leben also ich wäre da vorsichtig mit radschlägen weil du hast ja auch eine verantwortung den Patienten entgegen.
Aber trotzdem viel erfolg und Berichte wie es geht.
alfonso hondo
 
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Re: Bitte um Büchervorschläge

von Tanja am Sonntag 4. Oktober 2015, 11:34

Liebe Mary,

vielen Dank für Deine Glückwünsche und Deine herzliche Antwort, die ich, wie immer, sehr zu schätzen weiß :) .
Ich hatte ja gehofft,jemand hat die aktuelle Literatur zu Hause und bereits gelesen und kann mir sagen, was für meine Zwecke geeignet ist. Ich habe reichlich Literatur über alternative Krebstherapie, allerdings nichts, was speziell die Urkost erklärt und in Zusammenhang mit einer Heilung setzt.

Zu Deinen Einwänden: ich habe, um meine Praxiseröffnung zu finanzieren, im Sommer vier Monate in meinem alten Beruf als Krankenschwester im Krankenhaus gearbeitet. (Das war die Hölle übrigens.) Es waren einige Patienten da, die unter stark fortgeschrittenem Krebs litten und dort operiert und für die Bestrahlung vorbereitet wurden. Es wurde zwar akzeptiert und sogar wohlwollend angenommen, daß ich eine Naturheilpraxis eröffnen wollte. Aber mir war untersagt, die Patienten in irgendeiner Weise zu beraten oder auch nur darauf aufmerksam zu machen, daß es auch noch andere Wege gibt. Bei einer Visite hat ein Patient mal die Ärzte nach einer bestimmten alternativen Behandlungsweise gefragt. Die Ärzte meinten nur, das bieten sie nicht an. Und sie arbeiten nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und machen das, was für ihn am besten ist. Und ich mußte schweigen.
Ich kam mir wie ein Verräter an meiner Überzeugung vor. Und ich kam mir eine bischen mitschuldig vor, daß Menschen leiden und sterben müssen, weil sie nicht wissen, daß noch was anderes geht. Das war überhaupt erst der Grund dafür, daß ich das noch in mein Repertoire aufnehmen möchte.
Ich werde niemandem was aufschwatzen. Die Leute werden von mir beraten und informiert. Und ich werde ihnen zeigen, wie sie sich weiter informieren können. Und wenn sie dann selber den Entschluß fassen, etwas auszuprobieren, dann begleite ich sie, so gut es geht. Wer keine Ernährungsänderung möchte, bekommt noch einige andere wirkungsvolle naturheilkundliche Therapien von mir. Der Patient entscheidet selber, ob er sich weiter in die Hände der Schulmedizin begibt, oder nicht. Bloß leider ist in einer so bedrohlichen Lebensphase alles von Angst gesteuert. Ich habe gehört, daß etliche naturheilkundliche Krebstherapeuten, als die selber Krebs hatten, auf das reingefallen sind, was sie selber abgelehnt haben. Aus Angst. Selbst Hackethal ist wohl in den Händen der Schulmediziner an Krebs gestorben.

Die Leute, die zu mir kommen, sind verzweifelt und bereit, viel zu tun, um die Bedrohung loszuwerden. Und zum Heilpraktiker kommen nur Leute, die auch offen sind, jenseits der Schulmedizin etwas auszuprobieren. Und da die wirkungsvollste Methode gegen den Krebs, meiner Überzeugung nach, die Urkost ist, kann ich es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, dies den Leuten nicht zu sagen. Wie soll ich denn da nachts schlafen können? Was sie daraus machen, ist ihr Ding.

Und in der Vorsorge bringe ich es natürlich auch an :) . Das ist natürlich der beste Weg. Aber für viele ist es schon zu spät vorzusorgen.

Lieber alfonso,
danke Dir auch für Deine Antwort und Deine lieben Wünsche :) . Ich werde sehr gerne berichten.

Alles Liebe
Tanja
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Re: Bitte um Büchervorschläge

von Mary Brickenkamp am Montag 5. Oktober 2015, 13:06

Liebe Tanja,

das glaube ich Dir sofort, dass es für Menschen, wie Dich die Hölle ist, in einem normalen KH zu arbeiten. All das, was Du schreibst, kann ich voll nachempfinden. Ich suche seit über zehn Jahren im Beschwerdefall eine HP auf, welche nach der "biokybernetischen Medizin nach Gosau" arbeitet. Zusätzlich bietet sie auch PSE "Psychosoziale Energetik" an.

Das Buch von Brigitte habe ich zumindest bei weltbild.de als Printausgabe gesehen. Ich bin zutiefst überzeugt, das dieses Buch einfach das beste Buch im deutschsprachigen Raum zur Urkost ist.

Das von mir entdeckte Buch "Krebszellen mögen keine Himbeeren" habe ich mir gestern auf meinen e-Reader geladen. Wenn ich es gelesen habe, werde ich Dir meine Beurteilung schreiben. :) Klar, es wird nicht identisch mit Brigittes Buch sein, aber nicht jeder Mensch will Naturköstler werden. Trotzdem vermute ich, dass es viele Schnittpunkten zwischen den Büchern geben wird. Und darin sehe ich dann Bestätigungen für unsere Aussagen seit Jahren.

Natürlich musst Du nach Deinen Überzeugungen arbeiten.
Liebe Grüße,
Mary


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Re: Bitte um Büchervorschläge

von Tanja am Samstag 10. Oktober 2015, 19:37

Liebe Mary,

das ist nett, daß Du das Buch für mich testest. Hast Du schon reingeschaut?
Momentan bin ich verreist, zu einer Fortbildung, die biologische Krebstherapie betreffend. Und der Dozent hat heute genau dieses Buch empfohlen. Er meint, dort wären auch etliche Hintergrundinfos drin. Und er meinte, es wäre genau das richtige, um den Leuten das Gefühl (zurück) zu geben, ihre Heilung in ihrer eigenen Hand zu haben.
Dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als es auch zu kaufen :D .

Der Dozent ist zwar kein Rohköstler und hat einen anderen Ernährungsansatz. Aber in dem Punkt möglichst viel frisches Obst und Gemüse, wegen der sekundären Pflanzenstoffe, die häufig ganz besondere krebshemmende Wirkungen haben, sind wir uns einig.

Ich finde es sehr schön, daß Du immer eine Antwort für uns hast. Und das, wo Dir das Schreiben doch so schwer fällt, wenn ich mich richtig erinnere.

Liebe Grüße
Tanja
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Re: Bitte um Büchervorschläge

von Mary Brickenkamp am Donnerstag 15. Oktober 2015, 02:03

]Liebe Tanja,

ich habe das Buch gerade gestern zu Ende gelesen. Nur einfach reinlesen reicht mir nicht, um mir eine Meinung zu bilden und das dann zu kommentieren. :)

Der Dozent hat Recht: Es stehen einige Hintergrundinfos drin, welche selbst mir nicht so klar waren. Z. B. dass das Immunsystem eben nicht als Ganzes z. B. auf die Ernährung reagiert, sondern dass in Teil des Immunsystems nur auf regelmäßige Bewegung hin stimuliert wird. Er schreibt sinngemäß: "Täglich 30minütiges schnelles Gehen reicht vollkommen aus. Und das kann doch jeder...." Und da irrt er sich, :lol: denn ich als spastisch gelähmte Rollifahrerin kann es nun einmal nicht! Ich kann noch nicht einmal Rollisporttraining machen, weil sich dann Muskeln verspannen, welche dann sehr viel Schmerzen auslösen. Wenn ich etwas mit Kraft anhebe, hochziehe, wegdrücke oder sonstige Übungen mache, dann ganzkörperlich. Das ist eben bei meinem fehlgesteuerten Muskeltonus so. Aber ich verstehe jetzt endlich, warum ich selbst nach 20 Jahren natürlicher Ernährung doch hin und wieder das ein oder andere Zipperlein habe. :) Und dann suche ich meine HP auf. Ist nun einmal sdo, aber wenn ich das, was ich beeinflussen kann nicht täte, würde ich von zentralnervlich beeinflussenden Medikamenten nur noch dahinvegitieren. Ich trauer nicht dem nach, was ich nicht erreichen kann, sondern nutze das Potentiual, was sich mir bietet, um autonom leben zu können. Das geht zwar an dem Geldbeutel der Ärzte vorbei, aber was soll's. :P :lol:

Außerdem gut ausgeführt waren die Kapitel Rauchen und Salz. :zaunpfahl: Da gab es nicht dieses Zurückschrecken vor eindeutigen Aussagen wie bei den anderen behandelten Themen. So nach dem Motto: "Dies und das ist zwar Mist, aber ein bißchen Mist lassen wir zu, damit es noch Forschungsgründe gibt...." :lol: :lol: :lol:

Ernährungsmäßig spielt das Buch in einer anderen Liga als wir hier: Rotes Fleisch und Wurst siind darin tabu, weißes Fleisch in Maßen tolerabel. :roll: :kotz: Was an weißen Fleisch krebshemmend sein soll, wird nicht beschrieben.

Alkobhol wird grundsätzlich als giftig bezeichnet, nur eben das berühmte tägliche Glas Rotwein nicht. Bei den Herren dürfen es auch täglich zwei Glas sein. :roll: :roll:

Interessant sind die Ausführungen zu NEMs: Sie sind laut der Autorenschaft unnötig, ja, sogar gefährlich wegen der Gefahr der Überdosis an Vitaminen und Mineralstoffen. Ich fühlte mich in diesem Punkt schon total im Einklang, aber dann kam die Enttäuschung, denn es wurde auf eine Ausnahme von dieser Regel hingewiesen, nämlich, dass Vitamin D eben doch zugeführt werden solle. :roll: :roll:

Insgesamtt hatte ich mir aufgrund des Titels eine rohköstlichere Ausrichtung des Buches vorgestellt. Bei einem Titel, wie "Krebzellen mögen keinen Brokoli" hätte ich eher mit Kochkost gerechnet, aber der Begriff "Himbeeren" setzt für mich sofort rohköstliche Akzente.. Doch wahrscheinlich bin ich schon viel zu anspruchsvoll. ;)

Aber für jemand, der/die noch keine Ahnung hat, dass tatsächliche Vorsorge eben nicht der regelmäßige Check beim Doc ist, sondern das Vorsorge ganz konkret sich in jedermans täglich ausgeführten Lebenspraktiken manifestiert, ist es ein gutes Einstiegsbuch. Der Check beim Doc ist doch lediglich eine Untersuchung, ob medizinisch eingegriffen werden muss oder noch nicht. Das ist keine Vorsorge, sondern lediglich der Versuch einer Schadensbegrenzung. Eine echte Vorsorgeuntersuchung liefe für mich so ab, dass der Arzt den Patienten ganz klar seine eigene Handlungsfähigkeit aufzeigen würde. Aber das ist ja nicht erwünscht, wie Du als Krankenschwester ja erfahren durftest.

Ja, liebe Tanja, das Schreiben kostet mich viel Zeit, zumal ich oft ungewollt mit den Fingern auf für das Wort nicht brauchbare Tasten komme. Mein letztes Post an Dich habe ich abbrechen müssen, weil sich irgendwie die Tastatur nicht mehr bedienen ließ. Ich konnte nur mit der Maus auf "Absenden" gehen, damit wenigstens das bisher Geschriebene ankam. :) Das Schreiben ist jedoch meine einzige Möglichkeit, mein Wissen, meine Erfahrung und Meinung einem großen Kreis von Menschen zugänglich zu machen.
Vielleicht teilst Du mir ja per Mail oder PN mit, in welcher Gegend Du praktizierst. Ich bin nämlich neugierig ohne mich dafür zu schämen. :lol:
Liebe Grüße,
Mary


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Re: Bitte um Büchervorschläge

von Tanja am Montag 19. Oktober 2015, 11:47

Liebe Mary,

vielen Dank für Deine ausführliche Buchbeschreibung :knuddel: .

Ja, Sport wird oft unterschätzt. In meiner Fortbildung habe ich erfahren, daß in der Vorsorge und aber auch, wenn bereits Krebs aufgetreten ist, regelmäßige sportliche Betätigung das Risiko um etwa 50% senkt bzw. die Heilungsrate um etwa 50% steigert. Und das ist sensationell. (Sagt einem bloß keiner, weil die, die das sagen dürfen, kein Geld mit verdienen, und die, die damit Geld verdienen könnten, das nicht sagen dürfen.)

Und ich finde es enorm, was Du für Dich erreicht hast, trotz Zipperlein. Ich habe Dein Buch gelesen, allerdings schon vor Jahren und dies ebenfalls auf Nimmerwiedersehen verliehen. Und ich finde es sehr schön, daß Du nicht dem Verlorenem nachtrauerst, sondern tust, was möglich ist. Denn auch die Psyche und die Zuversicht haben einen sehr großen Einfluß auf das Immunsystem.

Zur Mäßigkeit: Naja, darüber kann man sich streiten. Ist es das wert, für weniger Verzicht seine Gesundheit einzuschränken? Ich bin jedenfalls, wie die meisten hier, der Meinung, daß es nur am Anfang ein Verzicht ist. Der Körper und die Psyche gewöhnen sich schnell daran, diese Dinge nicht mehr zu haben. Und die enorme Steigerung der Gesundheit und Lebensqualität entschädigen uns mehrfach für den vorrübergehenden Verzicht. Bloß leider kennen viele Autoren, Ärzte und Ernährungsberater diesen Zustand nicht und bewerten deshalb die "Lebensqualität" durch vertraute ungesunde Speisen zu hoch. Auch ohne Hintergedanken, wie Leute krank halten für Forschung und den Profit, welche es sicher auch gibt.

Zum Fleisch: die Krebszellen haben einen anderen Stoffwechsel als die gesunden Körperzellen. Sie können ausschließlich Glucose verwerten. Mit Proteinen und Fett können sie nichts anfangen. Ein Ansatz ist es, die Kohlenhydratzufuhr sehr zu verringern. Das nennt man dann ketogene Kost. Die anderen Zellen können sich damit ernähren. Die Krebszellen müssen hungern. Und bei dieser ketogenen Kost liegt es für Kochköstler nahe, viel Fleisch, Eier und Käse zu essen. Deshalb wird wohl dazu geraten :zaunpfahl: .
Man kann sich allerdings auch vegan ketogen ernähren. Das macht zum Beispiel eine Gruppe Sportler, die sich im Internet unter Vegan Freeletics organisiert hat (achtung, Werbung für Sportprogramme dort, falls jemand nach denen googelt).
Bei der Urkost / Rohkost würde ich im Krebsfall raten, sich auf Wildkräuter, Gemüse, Fettfrüchte und Saaten zu konzentrieren, aber trotzdem nicht auf Früchte zu verzichten. Nur nicht in diesem großen Maß, wie es Umsteiger anfangs machen.
Ich bin generell der Meinung, daß man von diesem süßgezüchtetem Obst sehr mäßig essen sollte und achte auch bei meinen Kindern darauf. Wenn man sie läßt, wie sie wollen, essen sie nur noch Melone, Mango, andere Früchte und Avocado. Und meine Erfahrung sagt, daß man sich hier nicht auf den Instinkt verlassen kann, und daß es uns deutlich besser geht, wenn wir bewußt den Grünanteil anheben und Früchte zugunsten von Gemüse reduzieren.

Zum Vitamin D: Es hat sich seltsamerweise tatsächlich herausgestellt, daß hierzulande so gut wie alle einen Vitamin-D-Mangel haben und daß die Behebung mit Präparaten den Gesundheitszustand verbessert. Ich erkläre es mir so: Um aus Sonnenstrahlen aktives Vitamin D zu machen, müssen drei Organe durchlaufen werden. Einmal die Haut (oft mit Sunblockern zugeschmiert), dann die Leber und noch die Niere. Und die meisten Kochköstler haben in diesen Organene gestörte Funktionen. Meist noch nicht nachweisbar durch Blutuntersuchungen, aber mit deutlich erkennbaren Folgen. Und ich bin überzeugt davon, daß ein durchschnittlicher Kochköstlerkörper nicht mehr in der Lage ist, die komplizierten Vorgänge vollständig durchzuführen, die für die Vitamin-D-Synthese nötig sind.
Und da ich die Folgen von Vitamin-D-Mangel, auch am eigenen Leibe, kenne, und auch weiß, wie gut es sich anfühlt, wenn der behoben ist, bin ich auf dem Standpunkt: lieber erst mal Vitamin D geben und an der Gesundung des Körpers arbeiten. Denn ein Mangel erschwert auch die Umstellung auf eine gesunde Lebensweise.
Allerdings nicht mit den üblichen Präparaten. Die hat meine Heilpraktikerin mit ihrem Bioresonanzgerät als belastend bis schädlich ausgetestet. Was auch mein Gefühl dazu ist. Es gibt Mittel, die eine größere Bioverfügbarkeit haben, vegan hergestellt werden und verträglicher sind. Dies nur als Kompromiß, als kleineres Übel, bis der Körper wieer in der Lage ist, es selber herzustellen.
Das ist jetzt nicht nach der reinen Lehre. Aber da die meisten Menschen sehr schlechte Vorraussetzungen mitbringen für die vollständige Gesundung, muß ich hier mit Zwischenschritten tricksen.

Meine Praxis liegt im Land Brandenburg. Ich schreibe Dir noch eine Mail mit genaueren Angaben, muß aber jetzt erst mal wieder an die Arbeit. Hab schon wieder einen Roman geschrieben und meine Pausenzeit aufgebraucht...

Alles Liebe,
Tanja
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Re: Bitte um Büchervorschläge

von Maela am Donnerstag 3. Dezember 2015, 16:50

Hallo Tanja,
herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Heilpraktikerinprüfung! Eine Bekannte hat diese Ausbildung auch gemacht und erzählt, das 2/3 Ihrer Mitschüler durchgefallen seien - also Hut ab vor jenen, die es geschafft haben! Eine stolze Leistung!

Zur Buchempfehlung - in meiner Rohkostgruppe in Hude wurden "Gesundheit durch Entschlackung" und "zivilisatoselos" zur zweiten Bibel nach dem GGK. Die Autoren Peter Jentschura und Josef Lohkämper sind Drogisten (dem Vorläufer der Heilpraktiker, wie es in den Büchern heißt - schulmedizisch aufgegebene Fälle seien früher zum Drogisten gegangen). Die Herren erklären die Vorgänge im Körper anschaulich nachvollziehbar. Ich habe beim lesen manchesmal gedacht, das hat der Franz doch auch im GGK geschrieben, aber bei den Drogisten ist es viel besser erklärt.

Es ist kein Rohkostbuch! Man traut sich lediglich an ein oder zwei Stellen zu schreiben, (im Sinne von...) immer roh wäre ja am besten. Es wird sehr wohl auf den starken Einfluß der Ernährung (gesund, vitaminreich) und die Körperpflege (basisch, ohne Erdölprodukte) eingegangen. Es wirkt, als traue man sich nicht, Rohkost/Urkost näher zu empfehlen bzw. fürchte um die Leserschaft. Ich finde es dennoch ein gutes Einstiegsbuch, weil es eben sehr gut die Vorgänge im Körper erklärt, es enthält ausreichend Ärzteschelte und dem Leser wird deutlich, das man selber für sich verantwortlich ist - und für das, was man in seinen Körper reinkippt/draufschmiert - also auch selber was ändern= verbessern kann. Viel sogar. Ich denke, man erreicht man mit diesen Büchern jene Leute, die sich für Rohkost/Urkost noch so gar nicht erwärmen können, aber sich immerhin selber verantwortlich für sich selber fühlen (viele Menschen geben ja die Verantwortung für ihre Gesundheit an der Arztpraxistür ab). Wer dann mehr wissen oder machen will, wird sich ein Rohkostbuch besorgen müssen.
Sehr gut gefallen mir auch die vielen Fallbeispiele aus einer langjähigen Praxis und man sieht gleich, das es sich lohnt, sich mit sich selber und seiner Eigenverantwortung in Sachen Gesundheit zu befassen. Besonders beeindruckt hat mich die absolut krasse Geschichte eines LKW-Fahrers, der aufgrund der "phantasievoll-abwechsungsreichen Ernährung" von Pommes rot/weiß (immer im Wechsel) zum Pflegefall wurde - und nach einer kompletten Lebensumstellung in Ernährung, Bewegungsverhalten und Körperpflege - als Pflegefall-Frührentner gesund & munter Sportwagen fährt (weil keiner damit rechnete, dass so krasse Pflegefälle gesund werden. Wobei sich die Überprüfungsmentalität inzwischen aber auch geändert haben dürfte!).

"Gesundheit durch Entschlackung" ist zuerst erschienen und voller Grundlagen, ich finde dies Buch am hilfreichsten. Man versteht den ganzen Körper in seinen Zusamenhängen. "zivilisatoselos" entstand wohl aufgrund zahlreicher Nachfragen a la "was macht man bei meiner speziellen Krankheit". Im Anhang ein lexikonartiges Nachschlagewerk, alphabethisch nach Krankheiten. Ich finde, dies verführt dazu, nur noch bei der eigenen Krankheit nachzuschlagen und versteht immer noch nicht, das es keine Krankheiten gibt, sondern eine Reihe von Symptom-Begriffen - ausgelöst durch schlechte Lebensweise. Mein Vorschlag: das Buch liest Du selber im Ganzen und gibst nur hilfreiche Ideen daraus weiter.

Einzig eine Sache stößt mir bei beiden Büchern sauer auf: die Autoren verwenden häufig den Begriff "Wundermittel", welches bei der jeweiligen Krankheit besonders helfen oder unterstützen soll. Für mich ist das ein Begriff aus dem Reich der Phantasie, wobei die Ratschläge nach meiner Erfahrung absolut einfach und richtig erscheinen. Für mich ist aber z.B. ein basisches Bad kein Wunder, sondern eine logische Angelegenheit, um Säuren aus dem Körper auszuleiten. Das so ein Bad tatsächlich sehr viel bewirkt, läßt sich doch anders ausdrücken.
Mein basisches Badewasser bleibt z.B. hell und relativ klar. So klar, das ich erst Zweifel an einer Wirkung hatte. Während das basische Badewasser von meinem Mann (als ich ihn kennenlernte) binnen 5 Minuten aussah, wie ein Moorbad - tiefschwarz, nur aufgrund innerer Reinigung durch die Hautporen! Ich dachte im ersten Moment, er hat heimlich einen Badezusatz ins Badewasser entleert. Bei einer zweiten Wannenfüllung stellte ich alles an Flaschen, Tiegeln etc. weit weg (halber Warenbestand eines Supermarktregals) und behielt ich ihn genau im Auge. Und wieder war das Badewasser binnen 5 Minuten moorschwarz! Also die Empfehlungen zum basischen baden/waschen etc. sind genau richtig und die Farbe/Trübung des Badewassers spiegelt den inneren Verschmutzungsgrad wieder. Das "Moorbadewasser" erreicht man anscheinend mit jahrelangem Gebrauch von reichlich Körper"pflege"produkten und achtlosem Medikamenten"konsum". Oder waren's alte Kaffeereste im Körper? Das kann jeder selber überprüfen und vergleichen: bade einen möglichst kranken und einen gesunden Menschen auf die im Buch beschriebene Weise - aber putze vorher gründlich die Wanne und räume vorher das Badezimmer leer. Sonst könnte es Streit geben.

Insgesamt ein sehr lesens- und empfehlenswertes Buch! Es ging in unserer Rohkostgruppe erst leihweise um und dann hat es sich jeder selbst angeschafft. So ein Basiswerk muss man einfach im Haus haben.Toll ist auch, man kann irgendein Kapitel mittendrin lesen, das einen gerade brennend interessiert, ohne das man das Gefühl bekäme, den Anfang verpaßt zu haben. Tatsächlich werden wichtige Dinge in jedem Kapitel wiederholt. Liest man vorn nach hinten, wirken die Wiederholungen aber gar nicht langweilig, weil es immer anders geschrieben ist. Das neue Wissen festigt sich sogar besser.

Anmerkung: dies betrifft mein Buch 11. überarbeitete Ausgabe 2004 (die 1. Auflage ist von 1998) - d.h.nach 2004 können durchaus Änderungen aufgenommen worden sein, die Teile meines Textes hinfällig machen.
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Re: Bitte um Büchervorschläge

von Tanja am Dienstag 22. Dezember 2015, 12:14

Hallo Maela,

vielen Dank für Deine Empfehlung! Jetzt hab ich ein paar Wochen nicht reingeschaut, und dann steht da ein ganz langer Text. Hoffentlich hast Du nicht gedacht, Du hast den umsonst geschrieben.

Danke für Deine Glückwünsche. Bei uns sind ca. 50 Prozent schon in der schriftlichen Prüfung durchgefallen, dann bei der mündlichen haben es 90 Prozent geschafft. Allerdings von der Dreiergruppe, in der ich geprüft wurde, war ich die Einzige.

Zum Basenbad: anfangs war bei mir ein dicker, dreckiger Rand und das Wasser war ganz trüb. Jetzt verfärbt es sich auch nicht mehr :) . Muß mal überprüfen, wie es bei meinem Junkfood-Addict-Teenie-Sohn aussieht. Er macht auch gerne Basenbäder. Und sie sind auch Teil meines Anti-Aging bzw. Entsäuerungsprogramms für meine Patienten.
Basenbäder sind ein wichtiger Teil des Geschäfts der Jentschuras. Sie bieten ja auch Badenächte an, bei denen man acht und mehr Stunden basenbadet, in Gesellschaft. Dabei musikalische Unterhaltung und rohköstliche Bewirtung.

Die Bücher habe ich jetzt mal bestellt. Bin ganz gespannt :) .

Ein schönes Weihnachtfest Dir und allen Anderen hier. Wir werden uns gegenseitig daran erkennen, daß wir diejenigen sind, die nicht vollgefressen und schlapp durch die Gegend spazieren und an den Weihnachtsfeiertagen nicht mit Gallenkoliken die Notaufnahmen stürmen :D .

Alles Liebe
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Re: Bitte um Büchervorschläge

von Smaragdlibelle am Dienstag 22. Dezember 2015, 15:52

Liebe Tanja,

auch von mir einen herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung! Alle Achtung.
Leider habe ich keine Badewanne, sonst würde ich auch mal so ein Basenbad probieren :-).

Dir und allen anderen hier wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest, geruhsame Feiertage und natürlich einen guten urköstlichen Hüpfer ins Jahr 2016! ♥ Drück' Euch alle ganz fest!
Lieber Gruss Smaragdlibelle

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