Röstaromen, wärmende Speisen etc.

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Röstaromen, wärmende Speisen etc.

von schnib am Montag 19. Januar 2015, 21:41

Hallo,

ich bin interessiert an der instinktiven Rohkosternährung und es hört sich für mich erstmal alles sehr stimmig an.
Nur habe ich ein Problem damit zu verstehen, wie wir uns so fehlleiten konnten, warum sind Röstaromen so lecker oder bestimmte warme Speisen, wenn diese nicht gut für uns sind ?
Waren damals Röstaromen in irgendeiner Form überlebenswichtig ? Oder waren Getreidebrei's oder warmes Getreide überlebenswichtig und es ist daher eher ein notwendiges Übel als eine freiwillige Entscheidung gewesen?

Liebe Grüße,

Simon
schnib
 
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Re: Röstaromen, wärmende Speisen etc.

von kontaminiert am Montag 19. Januar 2015, 23:01

gute Frage, aber ersteinmal vorneweg, wir sind hier bei der veganen Rohkost und nicht bei der instinktiven Rohkosternährung, die ja bekanntlich auch mal rohes Fleisch usw. essen ?

Nun zu deiner Frage: Warum belohnt uns das zentrale Nervensystem mit Opiaten, wenn wir Kochkost (Gluten+Kasein) usw zu uns nehmen ?

Das ist ja gerade das Fatale, weil sogar beim Rauchen/Kaffee/Drogen usw, Dopamin ausgeschüttet wird. Ich vermute, dass es der Natur so ziemlich egal ist, ob wir uns selbst zerstören und nur der Verstand, der uns vom Tier unterscheidet, gibt uns die Möglichkeit, den natürlichen Verfall des Menschen, durch vegane (reine/pure) Rohkost und moderate Lebensführung (Yoga/Meditation), hinauszuzögern.
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Re: Röstaromen, wärmende Speisen etc.

von kontaminiert am Dienstag 20. Januar 2015, 09:03

kleine Ergänzung:

dabei ist die Ernährungsumstellung noch relativ gut machbar, aber bei der moderaten Lebensführung wird es schon bedeutend schwieriger, weil die gesamte menschliche Kultur nur auf Selbstausbeutung getrimmt ist.
kontaminiert
 
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Re: Röstaromen, wärmende Speisen etc.

von schnib am Dienstag 20. Januar 2015, 18:46

Ich würde eben denken, dass die Natur, Gott oder wie man es eben nennen mag immer irgendeinen Sinn hat, aber der Sinn von Nahrung die uns in keinerlei Hinsicht fördert instinktiv zunehmen zu wollen wäre für mich vollkommen sinnlos, es sei denn es impliziert das "aufwachen" weil wir auf, weil wir irgendwann Krebs bekommen etc.
Aber ich würde gerne wissen, warum wir Dinge so lecker finden, die offensichtlich uns schaden.
Bei Zucker und Fett kann ich es ja verstehen, da es überlebenswichtig war und früher eben nur selten vorkam, aber Röstaromen sind doch schon in geringen Mengen schädlich ?


Gibt es hier eigentlich Veganer die sich rein natürlich ernähren und kein Vitamin B12 , Vitamin K2, Omega 3 DHA etc. Problem haben und vollkommen gesund sind und es ihnen auch gut schmeckt ?
schnib
 
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Re: Röstaromen, wärmende Speisen etc.

von Kräuterpädagogin am Dienstag 20. Januar 2015, 22:31

schnib hat geschrieben:Gibt es hier eigentlich Veganer die sich rein natürlich ernähren und kein Vitamin B12 , Vitamin K2, Omega 3 DHA etc. Problem haben und vollkommen gesund sind und es ihnen auch gut schmeckt ?


Natürlich gibt es die! :-) Warum denn nicht?

schnib hat geschrieben:Nur habe ich ein Problem damit zu verstehen, wie wir uns so fehlleiten konnten, warum sind Röstaromen so lecker oder bestimmte warme Speisen, wenn diese nicht gut für uns sind ?

Ich denke mal nicht, dass die Natur eingeplant hat, dass wir Menschen uns so seltsam verhalten...
Kräuterpädagogin
 

Re: Röstaromen, wärmende Speisen etc.

von kontaminiert am Mittwoch 21. Januar 2015, 10:00

Aber ich würde gerne wissen, warum wir Dinge so lecker finden, die offensichtlich uns schaden.


ok. hier mein zweiter Versuch:

man hat herausgefunden, dass die Kombination von Getreideprodukten (Gluten) und Milchprodukten (Kasein) also das Käsebrötchen/Pizza/Müsli+Milch usw, im Gehirn die Ausschüttung von Opiaten bewirkt, mit anderen Worten man kann sogar süchtig nach der Kochkost werden, genau so wie das Gehirn den Raucher, Kaffee-/Teetrinker, Alkoholiker mit der Ausschüttung von Dopamin belohnt. Auch Fleisch (tryptophan,Glutamine) und Schokolade (hoher Zuckeranteil) bewirkt die Freisetzung von gebundenen Serotonin und macht uns glücklich und zufrieden bzw. vernebelt unsere Sinne. Ich vermute mal, dass alles was wir essen irgendwie auch Auswirkung auf den Gehirnstoffwechsel hat und damit der menschliche Organismus sehr leicht manipuliebar ist und um diese negativen Auswirkungen zu vermeiden/reduzieren ist es eben u.a. ratsam, sich nur von den Dingen zu ernähren die die Natur auch den Tieren zur Verfügung stellt also von reifen Früchten (von der Natur zur Samenverbreitung vorgesehener Verzehr).
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Re: Röstaromen, wärmende Speisen etc.

von Ludmilla01de am Dienstag 17. Februar 2015, 14:59

Ich kann mir vorstellen, dass diese "Sucht" uns durch die Industrie über Fertignahrung für Säuglinge fast in die Wiege gelegt wird (Mütter sollen bloß nicht stillen, denn die Muttermilch ist ja soooo giftig...). Dieser Trend setzt sich im Leben fort. Das nach den Fertigprodukten süchtige Kind bekommt nun weitere Fertigprodukte mit industriell angefertigten Inhaltsstoffen vorgesetzt, damit der kleine Mensch weiterhin von den abgepackten Lebensmitteln abhängig bleibt. Das ist ein riesiger Markt mit einer gigantischen Industrie im Schlepptau. Auch die Ärztelobby profitiert von den nach Industrienahrung süchtigen Menschen. Es ist nicht im Sinne dieser Industrie, dass die Menschen gesundheitsbewußt leben, denn ein Arzt verdient nur an Kranke ! Lange Rede, kurzer Sinn: Die breite Masse wird auf Industrienahrung und Krankheit förmlich von der Lobby "getrimmt".

Seit ich mich Roh ernähre hat sich mein Gehirn "umprogrammiert" und findet das andere Zeug ungenießbar. Interessant, nicht ?
Viele Grüße aus EN, Petra
Ludmilla01de
 
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Re: Röstaromen, wärmende Speisen etc.

von Harald76 am Montag 11. Mai 2015, 09:20

schnib hat geschrieben:Hallo,

ich bin interessiert an der instinktiven Rohkosternährung und es hört sich für mich erstmal alles sehr stimmig an.
Nur habe ich ein Problem damit zu verstehen, wie wir uns so fehlleiten konnten, warum sind Röstaromen so lecker oder bestimmte warme Speisen, wenn diese nicht gut für uns sind ?
Waren damals Röstaromen in irgendeiner Form überlebenswichtig ? Oder waren Getreidebrei's oder warmes Getreide überlebenswichtig und es ist daher eher ein notwendiges Übel als eine freiwillige Entscheidung gewesen?

Simon


Ich denke, solche und ähnliche verlockende Aromen (wie z.B. auch Salze) kommen in der Natur in einer für uns gesunden Menge und Form (also in sehr geringer Dosis und in organischer Bindung) in den Wildpflanzen vor: Aus diesem Grunde schmecken uns die Pflanzen so gut, ohne uns dabei süchtig oder krank zu machen! Die extrahierten, hoch dosierten, denaturierten... Aromen hingegen sind Machwerke des materialistischen und lust-orientierten menschlichen Experimentiergeistes.

LG, Harald
Harald76
 
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Re: Röstaromen, wärmende Speisen etc.

von Brigitte Rondholz am Montag 11. Mai 2015, 09:53

Harald76 hat geschrieben:
schnib hat geschrieben:Hallo,

ich bin interessiert an der instinktiven Rohkosternährung und es hört sich für mich erstmal alles sehr stimmig an.
Nur habe ich ein Problem damit zu verstehen, wie wir uns so fehlleiten konnten, warum sind Röstaromen so lecker oder bestimmte warme Speisen, wenn diese nicht gut für uns sind ?
Waren damals Röstaromen in irgendeiner Form überlebenswichtig ? Oder waren Getreidebrei's oder warmes Getreide überlebenswichtig und es ist daher eher ein notwendiges Übel als eine freiwillige Entscheidung gewesen?

Simon


Ich denke, solche und ähnliche verlockende Aromen (wie z.B. auch Salze) kommen in der Natur in einer für uns gesunden Menge und Form (also in sehr geringer Dosis und in organischer Bindung) in den Wildpflanzen vor: Aus diesem Grunde schmecken uns die Pflanzen so gut, ohne uns dabei süchtig oder krank zu machen! Die extrahierten, hoch dosierten, denaturierten... Aromen hingegen sind Machwerke des materialistischen und lust-orientierten menschlichen Experimentiergeistes.

LG, Harald


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